AWO stellt Pläne für neue Kita vor

Der Vorsitzende der Arbeiterwohlfahrt (AWO) Region Hannover Burkhard Teuber und der Uetzer Bürgermeister Werner Backeberg haben den Betreibervertrag für die Kita im Neubaugebiet Schapers Kamp unterschrieben.
 
Der zweigeschossige Kita-Neubau soll eine helle Fassade und einzelne bunte Fensterrahmen bekommen. Der Eingangsbereich soll mit Holz gestaltet werden. (Foto: Architektenbüro Agsta)

Die Einrichtung im Baugebiet Schapers Kamp soll im Sommer 2022 in Betrieb gehen

Uetze (fh). Die Pläne für die Kindertagesstätte (Kita) im Neubaugebiet Schapers Kamp werden konkreter. Der Uetzer Bürgermeister Werner Backeberg und der Vorsitzende der Arbeiterwohlfahrt (AWO) Region Hannover Burkhard Teuber haben Anfang der Woche den Betreibervertrag für die Einrichtung unterzeichnet. Bis zur schlüsselfertigen Übergabe plant die AWO Investitionen von 4,1 Millionen Euro ein.
Den Bauantrag will sie möglichst noch in diesem Jahr stellen. „Wir hoffen, dass wir im Frühsommer die Genehmigung haben und anfangen können, zu bauen“, sagt Teuber. Etwa ein Jahr später, im Sommer 2022, könne die Kita dann voraussichtlich in Betrieb gehen. Sie soll insgesamt rund 100 Plätze in drei Kindergarten- und zwei Krippengruppen bieten. Das Konzept sieht eine Ganztagsbetreuung von 8 bis 16 Uhr vor, sowie einen Frühdienst ab 7 Uhr und einen Spätdienst bis 17 Uhr.
Der Kita-Neubau wird zweigeschossig geplant. Im Obergeschoss werden nicht nur das Büro der Kitaleitung und ein Personalraum, sondern auch die drei Gruppenräume für die Kindergartenkinder untergebracht. Sie sind über Treppen direkt mit dem Außengelände verbunden. Dank eines Aufzugs ist das obere Stockwerk aber auch barrierefrei erreichbar. Im Erdgeschoss befinden sich die Räume für die beiden Krippengruppen, die Küche und ein großer Bewegungsraum. Außerdem ist dort ein Bereich für das geplante Familienzentrum vorgesehen.
Das 4000 Quadratmeter große Grundstück hätte auch ausgereicht, um alle erforderlichen Räume auf einer Etage unterzubringen. „Wir haben uns aber an der Nachbarbebauung orientiert, die überwiegend zwei oder drei Stockwerke hat“, begründet Teuber. Dank der kompakten Bauweise verbleibt nun ein großzügiges Außengelände. „Mit 2700 Quadratmetern ist es doppelt so groß wie vorgeschrieben. Das eröffnet uns viele Möglichkeiten“, sagt Ingrid Kröger, AWO-Fachbereichsleiterin für Kindertagesstätten.
Das hannoversche Freiraumplanungsbüro Früh hat im Auftrag der AWO bereits einen Entwurf dafür erarbeitet. Er sieht eine Sand-Matsch-Zone, Schaukeln, Klettergerüste und Spielhügel zum Toben vor. Die einzelnen Spielbereiche sollen durch einen asphaltierten Rundweg miteinander verbunden werden. „Damit haben wir in anderen Kitas schon gute Erfahrungen gemacht. Das wird gern als Bobby-Car-Rennbahn genutzt“, sagt Teuber.
Und auch in der Mitte des Geländes bleibt noch viel freier Platz. „Wir wollen bewusst nicht gleich alles mit Spielgeräten zupflastern“, so Teuber. Denn zum einen könne so später gezielt etwas ergänzt werden, das sich Kinder und Erzieher wünschen. Zum anderen könne die Freifläche auch für Bewegungsspiele genutzt werden, oder um im Rahmen von Projekten beispielsweise vorübergehend ein Zirkuszelt oder einen mobilen Hühnerstall aufzustellen.
Die Kindertagesstätte soll sich auch nach außen ins Quartier öffnen. Erstens wird es im dazu gehörigen Familienzentrum Beratungs- und Gruppenangebote geben, die auch Menschen aus der Nachbarschaft ansprechen. Zweitens entstehen direkt neben der Kita ein Fitnessstudio und ein Senioren-Pflegeheim. „Da bieten sich Kooperationsprojekte zu den Themen Bewegung und 'Jung trifft Alt' geradezu an“, sagt Kröger.
Wie schon bei der AWO-Kita in Hänigsen übernimmt wieder das Architektenbüro Agsta aus Hannover die Planung und Baudurchführung. Die neue AWO Kita und das Familienzentrum werden ihre Arbeit auch unter dem Aspekt aufnehmen, dass ein neues Baugebiet in Uetze Süd-West mit circa 84.000 Quadratmetern erschlossen werden soll.