Auf den Spuren von Maria

Welche Rolle spielt Maria in den unterschiedlichen christlichen Konfessionen? Mit dieser Frage beshäftigten sich 36 Teilnehmerinnen und Teilnehmer beim ökumenischen Tag der Einkehr im Haus der Begegnung. (Foto: Kirchengemeinde Hänigsen-Obershagen)

Ökumenischer Einkehrtag in Hänigsen 2019 bringt vier Konfessionen ins Gespräch über die Mutter Jesu

HÄNIGSEN (r/fh). Spätestens zu Weihnachten ist sie wieder in aller Munde: Maria, die Mutter Jesu. Auch beim ökumenischen Einkehrtag im Haus der Begegnung Ende November stand sie im Mittelpunkt, denn das Motto lautete in diesem Jahr „Jungfrau, Gottesmutter, Himmelskönigin“. Die evangelische Kirchengemeinde Hänigsen-Obershagen und die katholischen St.-Nikolaus-Gemeinde Burgdorf hatten die Veranstaltung wieder gemeinsam organisiert und 36 Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren der Einladung gefolgt.
In ihrem Eingangsreferat sprach die Gleichstellungsbeauftragte der ev.-luth. Landeskirche Hannover, Pastorin Hella Mahler, über das Bild, das die Bibel von Maria zeichnet, aber auch über die wechselvolle Geschichte des Umgangs mit Maria in der evangelischen Kirche. Die katholische Sicht auf Maria referierte die Theologin Carmen Diller vom Bistum Hildesheim. 
Nach einer Mittagspause schloss ein Referat von Diakon Said Basta Badres an, der auf den Umgang mit Maria in der koptischen Kirche einging. Abgerundet wurde der Einkehrtag durch den Vortrag der serbisch-orthodoxen Ikonenmalerin Barbara Teubner, die eine reiche Auswahl aus ihrer eigenen Ikonensammlung vorstellte und nicht nur über das Malen von Ikonen informierte, sondern darüber hinaus auch verdeutlichte, dass die Mariendarstellungen im orthodoxen Christentum stark von lokalen und regionalen Traditionen bedingt seien.
„Ich freue mich über die wunderbaren Denkanstöße dieses Tages und auch darüber, dass es in diesem Jahr gelungen ist, sogar vier Konfessionen zum Austausch über ein Thema zusammenzubringen“, sagt Pastor Steffen Lahmann von der ev.-luth. Gemeinde Hänigsen-Obershagen. Er hatte den Einkehrtag zusammen mit Ulrich Ensinger von der katholischen St.-Nikolaus-Gemeinde Burgdorf geplant.