Aktionen gegen Alkoholismus bei Jugendlichen

Theater und Gespräche über Alkoholmissbrauch mit Schülern in Uetze

UETZE (r/jk). Im vergangenen Jahr hat sich die Zahl der Jugendlichen, die in der Region Hannover nach einem Zechgelage ambulant oder stationär behandelt werden mussten, von rund 300 auf 414 erhöht – ein neuer Spitzenwert. Mit einem Paket an verschiedenen Maßnahmen geht die Region Hannover gegen den Alkoholmissbrauch von Minderjährigen vor: mit Jugendschutzkontrollen und Fortbildungen im Einzelhandel, mit Präventionsangeboten in der Jugendarbeit und dem Projekt Hart am Limit (HaLT).
Mit verschiedenen Schulveranstaltungen beteiligen sich das Team Jugendarbeit der Region Hannover und die Suchtberatungsstellen Drobs, Prisma und Neues Land an der bundesweiten Aktionswoche „Alkohol? Weniger ist mehr“, die die Deutsche Hauptstelle gegen Suchtgefahren ausgerufen hat. Dazu informieren von Montag, 23. Mai, bis Donnerstag, 26. Mai 2011, Schauspieler und Suchtexperten in vier Schulen über die mitunter tödlichen Folgen von exzessivem Alkoholkonsum. Angemeldet haben sich knapp 500 Schülerinnen und Schüler in Uetze, Seelze, Hemmingen und Sehnde.
Am Montag, 23. Mai, und Dienstag, 24, Mai, zeigt die Theaterwerkstatt Göttingen im Schulzentrum Uetze und in der Hauptschule Seelze für jeweils drei Klassen ihr Stück „Happy Hour“. In der Aufführung geht es um eine Schülerin, die um das Leben ihres Freundes bangt, der mit einer schweren Alkoholvergiftung ins Krankenhaus eingeliefert wurde. Im Anschluss an die Vorstellungen tauschen sich Schauspieler, Jugendschützer und Suchtpräventionskräfte des HaLT-Projekts mit den Schülerinnen und Schüler über die Handlung des Stückes aus.
Finanziert wird ein Großteil der Aktionswoche durch das Alkoholpräventionsprojekt HaLT der Region Hannover. Das Projekt besteht aus mehreren Bausteinen: Zum einen geht es darum, über die Folgen von Alkoholmissbrauch aufzuklären und bei öffentlichen Veranstaltungen wie Stadtfesten Kinder und Jugendliche gezielt anzusprechen. Zum anderen reagieren Einrichtungen und Beratungsstellen umgehend, wenn Kinder und Jugendliche mit einer Alkoholvergiftung auffallen.