Abschlussfeier mit altem Schullied

Die Abiturienten des Gymnasiums Uetze freuen sich über ihre Abschlusszeugnisse. (Foto: Gymnasium Uetze)
 
Max Kropp und Michel Köster lassen die Oberstufenzeit Revue passieren. (Foto: Gymnasium Uetze)

Gymnasium Uetze entlässt 49 Abiturienten nach erfolgreicher Prüfung

Uetze (r/fh). „Immer ein Ass im Ärmel“ – das wünschte Schulleiterin Andrea Wundram den Abiturienten des Gymnasiums Uetze für ihre Zukunft! Damit spielte sie auf das Abi-Motto „CABIno Royale“ an, das sich der Jahrgang in Anlehnung an den James-Bond-Filmklassiker „Casino Royale“ ausgesucht hatte. Am Gymnasium Uetze haben in diesem Jahr 49 Schüler ihr Abitur bestanden. 38 Prozent von ihnen haben eine Eins vor dem Komma erreicht. Lea Möller und Michel Köster schaffen sogar eine 1,0.
Zum Beginn der Entlassungsfeier spielte die Abiturientin Nina Andresen das einstige Schullied des Gymnasiums Uetze „Erde und Sterne“. Die Lehrerin Jasmin Sönksen hatte die alten Notenblätter mit altdeutscher Schrift bei der Renovierung des Musiktraktes wiedergefunden. Zusammen mit ihrem Oberstufenmusikkurs begann sie zu recherchieren und sie fanden heraus, dass es vermutlich zwischen 1951 und 1953 entstanden ist. Der Text stammt vom damaligen Deutschlehrer und späteren Schulleiter Erich Kobolt, die Melodie vom damaligen Musiklehrer Karl Oppermann. Zusammen mit ihren Schülern entdeckte Sönksen das Lied auch musikalisch wieder – und das zu einem großen Teil im Homeschooling mitten im Lockdown.
Die Corona-Epidemie habe den Jahrgang immer wieder vor besondere Herausforderungen gestellt und aufgrund vieler kurzfristiger Änderungen auch für Ungewissheit und Unsicherheit gesorgt. „Ich hoffe, dass Sie aus dieser Erfahrung gestärkt mit Gelassenheit, Mut und Zuversicht hervorgehen, denn Veränderungen gehören zum Leben“, gab Sönksen den Absolventen mit auf den Weg. Aus den bestanden Prüfungen könnten sie Selbstvertrauen für die Herausforderungen der Zukunft ziehen.
Werner Backeberg sprach vorerst zum letzten Mal als Bürgermeister bei einer Abitur-Entlassungsfeier. Denn im Herbst gibt er sein Amt ab. In seiner Rede betonte er, dass ihm das Schicksal des kleinsten Gymnasiums Niedersachsens mit seinem familiären Charme immer am Herzen gelegen habe. Wichtiger als die Anhäufung von Wissen sei, dass die Schule auch soziales Lernen ermögliche. Er versicherte den Absolventen, dass sie in der Gemeinde Uetze immer willkommen seien. „Und vielleicht hält ja eine oder einer von Ihnen in 20 Jahren diese Rede“, fügte er mit einem Augenzwinkern hinzu.
Nicht nur für Bürgermeister Werner Backeberg war es die letzte Rede zum Abitur, sondern auch für den Elternratsvorsitzende Michael Kropp. Da sein Sohn in diesem Jahr sein Abitur gemacht hat, gibt er seinen Posten jetzt ab. Er wünschte den Abiturienten alles Gute und bat sie darum, nicht zu streng mit ihren Eltern zu sein. „Denn sie wollen immer nur Ihr Bestes und sind immer für Sie da“, sagte er.
Die Abiturienten Max Kropp und Michel Köster versetzten sich in diese Zukunft und ließen ihre Oberstufenzeit Revue passieren. Sie erinnerten unter anderem an das Lehrer-Schüler-Fußballspiel am Ende der elften Klasse, an das Segeln zu Beginn der zwölften Klasse sowie die drei Abi-Partys, die noch vor der Corona-Pandemie stattgefunden haben. Abschließend dankten Max und Michel den Lehrkräften für ihr Engagement besonders während des Online-Learnings, den Oberstufenkoordinatoren, deren Bürotür immer offen gewersen sei, und der Schulleiterin, die das Gymnasium solide durch die Pandemie manövriert habe.