750 Meter neue Trinkwasserleitung

In Dollbergen lässt der Wasserverband Peine ab Mitte August neue Trinkwasserleitungen verlegen. (Foto: Wasserverband Peine)

Mitte August beginnen Arbeiten in Dollbergen

Dollbergen (r/fh). In den Sommerferien beginnt der Wasserverband Peine mit einer weiteren Sanierungsmaßnahme: In Dollbergen lässt er rund 750 Meter neue Trinkwasserleitungen verlegen. Baubeginn ist Mitte August im Bereich der Straße Im Eckerkampsfeld. Danach folgen Sanders-Thielen-Weg, Ostlandweg und Gasolinenweg. Wenn das Wetter es zulässt sollen die Arbeiten binnen vier Monaten abgeschlossen sein. Der Wasserverband Peine investiert rund 350.000 Euro in die Infrastrukturmaßnahme.
Die Trinkwasserversorgung ist laut dem Wasserverband während der rund viermonatigen Bauzeit über das bestehende Netz gesichert. „Erst wenn die neuen Leitungen die Druck- und Hygieneproben bestanden haben, werden sie ins Ortsnetz eingebunden“, erläutert Sven Harnagel, Bauleiter des Wasserverbands Peine. Lediglich beim Umschluss der Hausanschlüsse an den neuen Leitungsverlauf müsse die Versorgung kurzzeitig unterbrochen werden. „Das kündigt die Baufirma den Anliegern aber rechtzeitig vorab an, so dass man sich gut daraus einstellen kann“, sagt er. Rund 40 Hausanschlüsse werden in diesen vier Straßen in Dollbergen an die neuen Leitungen angeschlossen.
Der Wasserverband hat die Fachfirma PRT mit den Arbeiten in Dollbergen beauftragt. Wo es möglich ist, wird sie im sogenannten grabenlosen Verfahren arbeiten. Dort werden nur einzelne Baugruben ausgehoben, zwischen denen das Trinkwasserrohr dann per Horizontalbohrspülung eingezogen wird. Es gebe aber auch Bereiche, in denen die Fachfirma in offener Bauweise, mit entsprechendem Straßenaufbruch agieren müsse. „Wir halten die Einschränkungen für die Anlieger und den Verkehr dabei so gering wie möglich“, so Harnagel. Den Anliegern werde die Zufahrt zu ihren Grundstücken durchgängig ermöglicht.
Im Zuge der Baumaßnahme werden alte Rohre von Anfang der 60er Jahre durch moderne Kunststoffleitungen ersetzt. „So sichern wir die Versorgung wieder für viele Jahrzehnte“, betont Sven Harnagel, Bauleiter des Wasserverbands Peine. Die Maßnahme ist Teil des Prioritätenprogramms des Wasserverbands Peine, das die Investitionen im Bereich Trinkwasser steuert. „Wir betrachten dabei das Leitungsalter, den Zustand und auch die Anzahl etwaiger Schäden, die in den letzten Jahren aufgetreten sind, beschreibt Harnagel. In älteren Leitungen bildeten sich natürliche Ablagerungen an den Innenwänden, etwa durch Eisenpartikelchen, die den Durchmesser des Rohrs deutlich verkleinerten. „Dadurch kann weniger Durchfluss erfolgen. Zudem besteht die Möglichkeit von Trübungen“, erläutert er.