26-Jähriger ist neuer Pastor

Nach der Amtseinführung in der Eltzer Kirche sprach Maximilian Chmielewski erstmals als Pastor den Segen. (Foto: Kirchenkreis Peine)

Maximilian Chmielewski übernimmt Pfarrstelle für die Gemeinden Eltze, Dedenhausen, Ohof und Eickenrode

Eltze/Dedenhausen (r/fh). Maximilian Chmielewski ist neuer Pastor der Kirchengemeinden Eltze, Dedenhausen, Ohof und Eickenrode. Der 26-Jährige folgt damit auf Karl-Heinrich Waack, der vor etwa einem halben Jahr in den Ruhestand gegangenen ist. Regionalbischof Hans-Christian Brandy hat Chmielewski am vergangenen Sonntag in der Eltzer Kirche in sein neues Amt eingeführt. Während die Bänke bei solchen Anlässen sonst bis auf den letzten Platz besetzt sind, durften wegen der Corona-Epidemie diesmal nur enge Familienangehörige, Kirchenvorsteher und wenige Kollegen teilnehmen.
In seiner Predigt ging Brandy vor allem auf den Bibelspruch ein, den Chmielewski sich für seine Amtseinführung ausgesucht hatte: "Der Herr sprach aber zu mir: Sage nicht: 'Ich bin zu jung'; sondern du sollst gehen, wohin ich dich sende, und predigen, was ich dich heiße." Diese Textstelle aus dem Buch des Jeremia habe der neue Pastor nicht ganz ohne Augenzwinkern ausgewählt.
Denn nach seinem Abitur im Klosterinternat Maulbronn und dem Theologiestudium in Neuendettelsau, München und Tübingen plante Chmielewski eigentlich, im Süden Deutschlands zu bleiben. Sein Vikariat, den praktischen Teil der Ausbildung zum Pastor, wollte er in Bayern absolvieren und wäre dann vermutlich auch nach dem Abschluss dort geblieben. Aber dort kann man sein Vikariat erst im Alter von 25 Jahren beginnen. "Und Sie waren noch nicht einmal 23, als Sie das erste theologische Examen abgelegt haben – was schon eine besondere Leistung ist“, erklärte Regionalbischof Hans-Christian Brandy.
Und nur dieser Tatsache sei es zu verdanken, dass er jetzt die Pastorenstelle für die Gemeinden Eltze, Dedenhausen, Ohof und Eickenrode antrete. Denn als er feststellen musste, dass er für Bayern gewissermaßen noch "zu jung" war, siedelte Chmielewski nach Niedersachsen über und absolvierte sein Vikariat in der Nähe von Cuxhaven sowie ein Sondervikariat in der Militärseelsorge in Hannover.
Aus allen Lebensabschnitten assistierten Weggefährten in der Zeremonie und gaben dem jungen Seelsorger Segenswünsche mit auf den Weg. Anschließend durfte er erstmals als Pastor Fürbitte halten und den Segen sprechen. Gute Wünsche gab es auch von Kirchenvorstehern, Kollegen und nicht zuletzt Superintendent Volker Menke, der Maximilian Chmielewski im Kirchenkreis willkommen hieß und der Hoffnung Ausdruck verlieh, er möge länger als die drei Jahre Probedienst bleiben.