Feuerwehren befreiten eingeklemmte Personen

Mit Atemschutz wird der„Brand“ am LKW bekämpft.

HÄNIGSEN (r/jk). „Schwerer Verkehrsunfall, mehrere Personen eingeklemmt, ein LKW brennt, Unfallort zwischen Hänigsen und Schwüblingser Kreuzung,“ das war die kurze knappe Lagemeldung über Funk, die die Hänigser Wehrleute zum Einsatz am vergangenen Donnerstag über die Leitstelle erhielten. Ein Traktorgespann war mit einem LKW kollidiert, drei Personen eingeklemmt, der LKW in Brand geraten, böiger Wind trieb die Flammen in Richtung des Schweinestalls Dröse. Das war die Ausgangslage zu einer Einsatzübung der Feuerwehren auf Löschbezirksebene, zu denen die Orte Hänigsen, Obershagen und Altmerdingsen gehören.
Die Übung unter Leitung von Ortsbrandmeister Udo Möller war realistisch vorbereitet, der mittels Nebelmaschine entwickelte Rauch wirkte echt. Die Alarmierung kam für alle überraschend, „aus der kalten Hose“, wie Altmerdingsens Ortsbrandmeister Uwe Fricke scherzte. Weiträumige Absperrung des Unfallortes, Brandbekämpfung am LKW mit Atemschutz, Menschenrettung mittels Schere und Spreizer und „Riegelstellung“ mit zwei C-Rohren zum Schutz des Schweinestalls waren die ersten Aufgaben, die bewältigt werden mussten. Weil am Einsatzort der einzige Löschbrunnen am Stallgebäude nicht ausreichte, musste weiteres Löschwasser über „lange Wegstrecke“ vom Kiesteich Jacob befördert werden, wozu das Spezialfahrzeug SW 2000 der Eltzer Wehr mit 2000 Meter B-Schlauch angefordert wurde.
Letztendlich waren 7 Fahrzeuge mit 67 freiwilligen Feuerwehrleuten im Einsatz, die alle in ihrer Freizeit ohne Murren eine geheim gehaltene Einsatzübung absolvierten. Zu den gestellten Aufgaben wurden noch die Handhabung der Kommunikationswege mit 2- und 4- Meter-Funkgeräten, die Einhaltung der der Unfallschutzvorschriften unter Echtbedingungen und das Zusammenwirken mehrerer Ortswehren geprobt.
„Obwohl den angerückten Feuerwehrleuten nach wenigen Minuten klar war, dass es sich um eine Übung handelte, haben alle Ehrgeiz gezeigt und sich voll engagiert“, sagte anschließend Gruppenführer Dirk Söring von der Obershagener Wehr. Die eingeklemmten Personen, die Töchter Sarah und Lena von Landwirt Kai Beneke und Speditionsunternehmer Christoph Wegner, wurden gerettet. „Nicht alles lief perfekt, darum üben wir ja auch“, resümierte Udo Möller am Ende der Übung.

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.