Zwei SEK-Einsätze in Evern

Randalierer greift Polizisten an

Evern (r/gg). Am Donnerstag voriger Woche in der Zeit zwischen 15 und 17 Uhr kam es zu zwei polizeilichen Einsätzen in einem Haus an der Rethmarschen Straße. Zunächst soll ein 51-jähriger Sehnder seine Nachbarn beleidigt haben. Später habe er auf dem Grundstück randaliert und hierdurch Sachschäden verursacht - so die Meldung Notruf der Anlieger. Des Weiteren soll der Beschuldigte in diesem Zusammenhang bereits ein Messer vorgehalten haben. Als die Polizisten eintrafen und klingelten, beleidigte der Beschuldigte diese sogleich über die Gegensprechanlage. In der Folge begann der Beschuldigte durch ein geöffnetes Fenster die Polizisten mit Gegenständen wie Holzlatten, Metallstangen und Metallrohren gezielt zu bewerfen. Eine Beamtin wurde hierbei getroffen, aber nicht verletzt. Schließlich drohte der Beschuldigte, auch eine Schusswaffe gegen die Polizei einzusetzen. Daraufhin wurde der unmittelbare Gefahrenbereich mitsamt der B65 abgesperrt und das Sondereinsatz-Kommando (SEK) Hannover angefordert, das den Beschuldigten schließlich mit unmittelbarem Zwang in seiner Wohnung festnahm. Der Beschuldigte wurde zur ärztlichen Begutachtung in ein Krankenhaus gebracht. Aufgrund der Straßensperrung kam es zu kurzfristigen Verkehrsbehinderungen. Der Individual- und Buslinienverkehr wurde umgeleitet. Gegen den Beschuldigten wurde mehrere Strafverfahren eingeleitet. "Haftgründe ergaben sich vorerst keine", so die Polizei-Meldung, dafür gab es aber einen Folgeeinsatz am Sonntag von 13 bis 20 Uhr. Wieder bedrohte der 51-Jährige seine Nachbarn mit dem Messer. Aufgrund der akuten Gefahreneinschätzung sperrte die Polizei wieder den Bereich um das betroffene Objekt und forderte das SEK Hannover an, das den Beschuldigten mit unmittelbarem Zwang in seiner Wohnung in Gewahrsam nahm. Wieder wurde der Beschuldigte zur ärztlichen Begutachtung in ein Krankenhaus eingeliefert. Durch die Absperrungen, es musste dieses Mal die B65 lediglich teilweise gesperrt werden, kam es zu kurzfristigen Verkehrsbehinderungen. Der Individual- und Linienbusverkehr wurde abgeleitet. Gegen den Beschuldigten wurde wiederum ein Strafverfahren eingeleitet. Haftgründe ergaben sich keine.