Zur Wiedereinweihung der Kirche in Rethmar kommt Landesbischof Ralf Meister

Während Handwerker vor dem Altar letzte Arbeiten erledigen, nehmen Mitglieder des Kirchenvorstandes den restaurierten Innenraum in Augenschein. (Foto: Horst-Dieter Brand)
Sehnde: St. Katharinen-Kirche Rethmar |

Ein Beitrag vobn Horst-Dieter Brand - Gemeinde St. Katharinen feiert am Pfingstsonntag ein großes Dorffest für Jung und Alt

SEHNDE/RETHMAR (hdb). Die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde St. Katharinen Rethmar hat allen Grund zum Feiern: Am Pfingstsonntag wird die innerhalb von fast zwei Jahren restaurierte Kirche wieder eingeweiht. Dazu hat sich mit Landesbischof Ralf Meister hoher Besuch angekündigt. Der Kirchenvorstand hat zu dem Ereignis ab 14 Uhr das ganze Dorf eingeladen.
In den wenigen Tagen vor dem 19. Mai haben noch die Handwerker das Sagen in dem 650 Jahre alten Sakralbau. Aber am Pfingstsonntag wird außen und innen alles in neuem, überwiegend hellem Glanz erstrahlen. Das statisch und finanziell aufwändige Projekt hat sich die Evangelische Landeskirche, der Kirchenkreis und die Gemeinde rund 915 000 Euro kosten lassen. Der Handlungsbedarf war entstanden, als Anfang 2011 festgestellt wurde, dass Einsturzgefahr durch die erhebliche Schieflage der Südwand drohte.
Als Pastor Hans-Jürgen Pabst im März 2011 seine neue Pfarrstelle in Rethmar antrat, wurde er bereits mit der Hiobsbotschaft konfrontiert: „Die Kirche ist geschlossen“. Zwar durfte dort ausnahmsweise im Juni noch die Goldene Konfirmation gefeiert werden, doch im August war endgültig Schluss – die Gotte4sdienste mussten in den gegenüber liegenden Gemeindesaal, die Beerdigungsfeiern nach Sehnde verlegt werden. Mit der Wiedereinweihung am Pfingstsonntag ist dieses Provisorium für die etwa 970 Gemeindeglieder Vergangenheit.
Architektin Julia Meinecke vom Amt für Bau- und Kunstpflege zog vorab schon einmal Bilanz: „Die besondere Herausforderung war, dass das gesamte Dach neu gemacht werden musste. Dabei haben wir darauf geachtet, dass Profile und Traufe wieder verwendet werden konnten“, sagte sie bei einer Ortsbesichtigung mit dem Kirchenvorstand. Mit Blick auf den barocken Kanzelaltar ergänzte Pastor Pabst: „Bei uns fehlt der Heilige Geist“. Damit spielte er darauf an, dass an der Altarspitze das ehemals vorhandene Tauben-Symbol nicht mehr existiert.
Gefeiert werden soll das Einweihungsfest am Sonntag, 19. Mai, ab 14 Uhr mit einem Festgottesdienst mit Landesbischof Ralf Meister. Da vermutlich die 125 Plätze in der Kirche nicht ausreichen werden, wird die Predigt in ein neben der Kirche aufgebautes Zelt übertragen. Die Besucher erwartet außerdem eine Zauberschau und eine fünfköpfige Live-Band. Für Kinder werden eine Hüpfburg und ein Bastelstand aufgebaut sein. Erstmals wird dann auch die von Ursula Löwensen und Eckhard Müßigbrodt überarbeitete Chronik für eine Spende von 5,50 Euro angeboten. Die 500 Puzzleteile, die zum Stückpreis von 20 Euro 10.000 Euro einbringen sollen, dürften dann schon vergriffen sein – denn es sind nach Angaben von Kirchenvorsteher Christoph Digwa nur noch sehr wenige erhältlich.