Zur „Kompetenz-Kita Sprache“ verwandelt

Der stellvertretende Ortsbürgermeister Fritz Wilke (Zweiter von links), Elternbeirat und Förderverein gratulieren: Alle zwölf Mitarbeiterinnen und auch die Leiterin der Kita Berliner Straße in Ilten haben erfolgreich an der Fortbildung „Wortschatz – Region Hannover“ zur Sprachförderung teilgenommen. (Foto: Susanna Veenhuis)

Intensivierte Sprachförderung in der Kita Ilten

ILTEN (sv). Die 90 Steppkes in der Kindertagesstätte Berliner Straße in Ilten genießen jetzt eine pädagogisch erweiterte Form der Kommunikation: Alle zehn Erzieherinnen und zwei Erzieher haben sich innerhalb von 95 Stunden, verteilt auf ein Jahr, einer Fortbildung zum Thema „Alltagsintegrierte Sprachbildung und Sprachförderung“ unterzogen. Unter dem Titel „Wortschatz – Region Hannover“ haben seit dem Programmstart 2012 bereits 800 Fachkräfte in 82 Kitas in der gesamten Region Hannover an dieser Qualifikation teilgenommen.
Seit jeher wird schon im vorschulischen Bereich großer Wert auf Sprachbildung und -förderung gelegt, berichtet Angelika Schridde, Leiterin der Kita an der Berliner Straße in Ilten. Diese Fortbildung zielte unter anderem darauf ab, die Bemühungen um Kommunikation mit den Kindern auf Augenhöhe weiter zu intensivieren und die Kleinen zum Erzählen und Erklären anzuregen. „Mit Hilfe von gezielten Nachfragen der Mitarbeiterinnen können sie sogar selber Antworten und Lösungen finden“, erklärt Schridde.
Auch habe das neue Kita-Gesetz die Fortbildung erforderlich gemacht, das unter anderem auch eine Intensivierung der Sprachförderung beinhalte, sagt Nina Zimmermann, zuständige Koordinatorin bei der Region Hannover. Weitere Nachschulungs- und Vertiefungsangebote folgen, unter anderem auch ein Workshop zur Konzeptionserweiterung.
Dass der Iltener Kindergarten nun die Bezeichnung „Kompetenz-Kita Sprache“ führen darf, ist der Lernbereitschaft seiner Mitarbeiterinnen und dem Engagement der Leitung zu verdanken: Lana Lienert, Nicole Weitemeyer, Bastian Pütsch, Julia Huke, Irma Pohl, Tolga Türkel, Jill Meitzner und Katja Landsberg aus dem Kita-Bereich sowie Emel Duran, Katharina Lettau, Jessica Niesporek und Elke Meurer aus dem Krippenbereich und auch die Einrichtungsleiterin haben sich neben dem laufenden Betrieb unter anderem von der Fachberaterin Sprache der Region Hannover, Tatjana von Brevern, ein Jahr lang schulen lassen und so neue Kompetenzen im Bereich Sprache erworben, mit denen sie den Kindern ein gutes Rüstzeug für die Zukunft angedeihen lassen können.
So kurz vor Weihnachten konnten der stellvertretende Ortsbürgermeister Fritz Wilke und Christian Mercier vom Förderverein des Kindergartens den Mitarbeiterinnen einen großen Wunsch für ihre Arbeit erfüllen: Gemeinsam haben sie vier Kameras bei diesem Anlass übergeben, die Kosten von 400 Euro teilen sich Ortsrat und Förderverein. „Man kann ihre Arbeit nicht genug wertschätzen“, sagte Wilke in Richtung Kita-Team. „Ich wünsche Ihnen weitere Wertschätzung in Form einer gerechten Bezahlung“, ergänzte er unter dem Applaus der Anwesenden. So könnten Eltern beispielsweise E-Mails an die politischen Vertreter in ihrer Kommune und auf Landes- und Bundesebene mit entsprechenden Forderungen senden.