Zunehmende Verwahrlosung des neuen Sehnder Bahnhofes

Die zunehmenden Verunreinigungen am Bahnhof Sehnde werden vom Seniorenbeirat der Stadt immer schärfer kritisiert. (Foto: Seniorenbeirat/Manfred Kotter)

Seniorenbeirat übt erneut harsche Kritik an Zustand und Verantwortlichen

SEHNDE (r/kl). "Offensichtlich sind die dafür zuständigen Stellen weder in der Lage noch willens, im Bahnhof Sehnde auch nur annähernd für Ordnung uns Sauberkeit zu sorgen", bilanziert nach einer Besichtigung Manfred Kotter, der Vorsitzende des Seniorenbeirates der Stadt Sehnde.
Kotter zählt folgende Mängel auf:
"1. ist wieder einmal seit einigen Tagen der Lift zum Bahnsteig 2 defekt und somit außer Betrieb. Einen Notfalldienst, der – wie das in geordneten Verhältnissen so üblich wäre – kurzfristig eine Reparatur durchführen kann, gibt es nach allen Erfahrungen nicht.
2. ist über etliche Wochen keine Reinigung der Anlage mehr erfolgt. Ein Fäkalfleck vor dem unteren Lift íst dort unverändert seit mindestens sechs Wochen.
3. sind ständig alle Abfallkörbe überfüllt, was natürlich dazu führt, dass Abfälle über die Geländer entsorgt werden.
4. ist der fußläufige Durchgang zum Bahnsteig 2 samt der dazu gehörenden Treppen stark verunreinigt.
5. die Grünanlage ungepflegt und teilweise mit Unrat verschmutzt.
Alle diese Punkte werden von regelmäßigen Bahnkunden bestätigt, die ihre Beschwerden dem Seniorenbeirat gegenüber noch sehr viel drastischer formuliert haben".
Die Beschwerden der BürgerInnen seien leider nicht neu und wiederholten sich regelmäßig. Besonders massiv seien sie im Winter 2010/11 gewesen, was den Seniorenbeirat zu heftigem Protest veranlasste
"Im November 2011 sahen wir uns wiederum veranlasst, den Ortsrat Sehnde um eine gemeinsame Begehung zu bitten, die dann im April 2012 von einer Fraktion unter unserer Beteiligung stattfand. Der Ortsrat verfolgt die festgestellten Mängel über Rat und Verwaltung der Stadt Sehnde. Was Sauberkeit und ordnungsmäßige Unterhaltung des Bahnhofs betrifft, waren diese Bemühungen bislang wohl ohne Erfolg", bilanziert Kotter.
"Wir sind der Meinung, dass wir und die die durch uns und natürlich durch Rat und Ortsrat vertretenen Bürger/innen Anspruch darauf haben, dass man ihre Beschwerden und Anliegen ernst nimmt. Dies liegt insbesondere im Interesse der Senioren/Seniorinnen, der Behinderten und der Eltern mit Kindern.
Wir fordern daher eine öffentliche Zusammenkunft aller beteiligten Stellen mit dem Seniorenbeirat und Vertretern der Stadt Sehnde. Wir rechnen dabei auf die Unterstützung aller politischen Mandatsträger, sowie der Verwaltungen von Sehnde und der Region Hannover", fordert Kotter im Namen des Seniorenbeirates eine Besserung der Zustände ein.