Zukünftig mehr Tempokontrollen

Bürgermeister setzt auf Verkehrsüberwachung

Sehnde (r/gg). Eine Bilanz der städtischen Ordnungshüter ist jetzt seitens der Verwaltung vorgelegt worden. Hier der Bericht: In der Zeit von Januar bis Dezember 2020 wurden in Sehnde im ruhenden Verkehr 2.186 Verwarnungen, beispielsweise das Überschreiten der Höchstparkdauer oder das Parken auf einem Gehweg (39.480 Euro) und 18 Bußgeldverfahren, wie fehlender TÜV (1.240 Euro), eingeleitet. Von diesen Verfahren sind bis zum Jahresende 1.867 (33.751 Euro Einnahmen für die Stadt Sehnde) bezahlt, 109 Verfahren wurden eingestellt.
Zur weiteren Bearbeitung wurden 121 Verfahren, darunter 14 Bußgeldverfahren, an die Region Hannover als Bußgeldbehörde weitergeleitet. Von diesen Verfahren erhält die Stadt Sehnde einen anteiligen Betrag der Einnahmen. Besonders häufig kommen Parkverstöße auf Gehwegen vor. Es wurde so geparkt, um den Verkehr auf der Straße nicht zu behindern, ist hierbei die meistgehörteste Ausrede.
Die Überwachung des fließenden Verkehrs ist zum großen Teil automatisiert. Um Geschwindigkeits-, Abstands und Rotlichtverstöße festzustellen, können die Polizei und die Verkehrsbehörde mobile und stationäre Messanlagen aufbauen. Bei der mobilen Verkehrsüberwachung setzt die Stadt Sehnde auf den Überraschungseffekt. Die Messanlagen sind schnell und leicht auf- und abzubauen. Seit Oktober wird der fließende Verkehr von der Stadtverwaltung überwacht. Auf der Internetseite der Stadt Sehnde, www.sehnde.de/verkehrsueberwachung, stehen die aktuellen Standortbereiche der Geschwindigkeitsmessanlage der Stadt Sehnde zur Verfügung.
Seit Oktober 2020 wurden 452 Fälle an die Bußgeldbehörde der Region Hannover zur Auswertung abgegeben. Die Statistik der Region Hannover über die tatsächlich verfolgbaren Fälle liegt dem Fachdienst Ordnung und Recht zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht vor.
Laut den ersten Auswertungen liegen die meisten gemessenen Verstöße bis zu 15 Stundenkilometer über der angegebenen Höchstgeschwindigkeit. Es gab jedoch auch einige „Ausreißer“, circa zehn Prozent aller Messungen, die zwischen 31 bis 50 Stundenkilometer über dem Richtwert gemessen wurden. Eine Auswertung ergab bisher, dass ein Fahrverbot ausgesprochen werden musste. Zukünftig werden im Stadtgebiet Sehnde vermehrt Kontrollen auf landwirtschaftlichen Wegen im ruhenden sowie im fließenden Verkehr erfolgen.