Wirkungen des Klimawandels thematisiert

Die Folgen des Klimawandels sollen in der Wanderausstellung "Klimaflucht" anschaulich erkennbar sein. (Foto: Deutsche Klima-Stiftung)

Ausstellung im Rathaus-Foyer öffnet am 6. Oktober

Sehnde (r/gg). Die Ausstellung mit dem Titel "Klimaflucht" öffnet am Dienstag, 6. Oktober, um 18 Uhr im Rathaus-Foyer, Nordstraße 19. Die Wanderausstellung der Deutschen KlimaStiftung ist seit 2016 in Deutschland auf Tour und gastiert das erste Mal in der Region Hannover. Bis zum 16 Oktober kann die Ausstellung von Montag bis Freitag in der Zeit  von 8 bis 15 Uhr (donnerstags bis 18 Uhr) sowie am Sonntag, 11. Oktober, von 15 bis 17 Uhr besucht werden.
Warum ergreifen Menschen vor dem Klima die Flucht? – Das ist die Kernfrage der Ausstellung in deren Mittelpunkt zwölf reale Geschichten von Menschen aus allen Teilen der Welt stehen. Sie berichten in Audiobeiträgen darüber, wie sich der Klimawandel auf ihr Leben auswirkt. Neben diesen persönlichen Erfahrungsberichten bietet die Ausstellung Hintergrundinformationen zu den Auswirkungen des Klimawandels und der Größe des ökologischen Fußabdrucks in den jeweiligen Ländern. So soll Aufmerksamkeit für klimabedingte Flucht und Migration geschaffen werden. Die Wanderausstellung "Klimaflucht" wurde von der Deutschen KlimaStiftung in Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen (DGVN) umgesetzt.
In Sehnde steht die Ausstellung außerdem unter dem inhaltlichen Schwerpunkt der Geschlechtergerechtigkeit, denn hinter der Idee das Projekt nach Sehnde zu holen, steht eine Kooperation zwischen dem Projekt GutKlima, dem Arbeitskreis Frauen für Sehnde und der Flüchtlingshilfe Sehnde. Welche unterschiedlichen Auswirkungen hat der Klimawandel auf Frauen und Männer? Dieser Frage wird auch im Rahmen der Ausstellungseröffnung nachgegangen. Die Eröffnung am 6. Oktober wird inhaltlich von Annika Mannah von der Deutschen Klima-Stiftung sowie von Tabea Hampel und Jamal Jumaa aus dem Projekt „Klima Gesichter – Gib dem Klimawandelt ein Gesicht“ im Rahmen der bundesweiten Bildungtour begleitet.
Eine weitere Möglichkeit, sich intensiv mit den Inhalten auseinanderzusetzen, bietet am Donnerstag, 15. Oktober, der Workshop „Klimaflucht – Was hat das mit mir zu tun?“. Die Veranstaltung wird vom Verband Entwicklungspolitik Niedersachsen in Kooperation mit der Flüchtlingshilfe Sehnde durchgeführt und lädt die Teilnehmer dazu ein, der Frage nachzugehen, wie sich jede und jeder einzelne für mehr Klimagerechtigkeit einsetzen kann.
Der Eintritt zu beiden Veranstaltungen ist kostenlos. Eine Anmeldung per Telefon oder E-Mail ist erforderlich.
Zusätzlich zu den Veranstaltungen bietet die Stadt nach vorheriger Anmeldung gerne auch Führungen für kleine Gruppen an. Ansprechpartnerinnen zur Ausstellung Klimaflucht: Gleichstellungsbeauftragte Jennifer Glandorf, Telefon 05138 707 224 oder E-Mail jennifer.glandorf@sehnde.de, und Kristina Haack, Projektmanagerin Gut Klima, Telefon 05138 707 231 oder E-Mail kristina.haack@sehnde.de.
Zum Hintergrund des NKI-Projekts Klimagesichter: Das Projekt hat zum Ziel Menschen mit Flucht- und Migrationserfahrung und Menschen mit Erfahrungen mit dem Klimawandel als Klimaschutzbotschafter zu qualifizieren, um in Bildungseinrichtungen – entsprechend der Ansätze der Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE) und der „peer-education“ – als persönlich betroffene Klimazeugen über eigene Erfahrungen mit dem Klimawandel im Herkunftsland zu berichten. In einer Multiplikatoren-Funktion sollen sie im Rahmen eines interkulturellen Austauschs über den Klimawandel informieren und mögliche Klimaschutzmaßnahmen initiieren.
Darüber hinaus werden Geflüchteten neue Berufsperspektiven und konkrete Zugänge zu beruflichen Tätigkeiten eröffnet.
Zielgruppen des Projekts sind sowohl geflüchtete und migrierte Menschen als auch Schüler, Lehrer aller Schulstufen und -arten sowie Erwachsene, die an diesen Themenfeldern interessiert oder als ehrenamtliche Flüchtlingshelfer tätig sind.