Wasserausbruch, Container- und Heckenbrand halten Feuerwehren in Sehnde in Atem

Zum Glück nur ein Übungsszenario war der vierte Einsatz der Feuerwehren am Samstag. In Rethmar ging es dabei auch um Menschenrettung per Streckleiter. (Foto: StFfw Sehnde)

Arbeitsreicher Wochenendbeginn für die Feuerwehren

SEHNDE/ILTEN/RETHMAR (r/kl). Mehrere Einsätze beschäftigten mehrere Sehnder Ortsfeuerwehren in der Nacht zum Samstagmorgen.
In Ilten musste die Ortsfeuerwehr gegen 23,25 Uhr in ein Neubaugebiet ausrücken, durch einen defekten Hauswasseranschluss strömte ungehindert Wasser aus. Vermutlich durch den anhaltenden Frost war dort eine Verschlusskappe gerissen. Die betroffene Wasserleitung wurde durch die Einsatzkräfte abgeschiebert.
Bereits gegen 1.08 Uhr wurden auch die Ortsfeuerwehren Haimar, Rethmar und Dolgen alarmiert. An der Friedhofstraße, Ecke Schladeweg, brannte eine große Hecke. Aufgrund der Meldung, dass sich in unmittelbarer Nähe ein großes Holzhaus befand, würde die Alarmstufe erhöht. Die Feuerwehr Haimar löschte den Brand, die anderen Feuerwehren brauchten nicht mehr eingreifen.
Bereits auf dem Weg in die Feuerwehrhäuser stellte die Besatzung vom Löschgruppenfahrzeug aus Rethmar einen großen Feuerschein in der Straße „Am Zimmerplatz“ fest. Dort brannte ein Altpapiercontainer. Durch das schnelle Eingreifen konnten die umstehenden Container in Sicherheit gebracht werden. Der brennende Container jedoch erlitt Totalschaden.
Am Samstagnachmittag gegen 15.45 Uhr wurde dann die Ortsfeuerwehr Rethmar erneut alarmiert. In der Straße „An der Kirche“ wurde eine starke Rauchentwicklung gemeldet. Bei Eintreffen der ersten Einsatzkräfte wurde dem Einsatzleiter von einer Anwohnerin berichtet, dass in dem zu Zeit nicht bewohnenden Gebäude zuvor Kinder gespielt hatten.
Bereits bei Betreten des Gebäudes durch Atemschutztrupps drang dichter Rauch aus dem Haus. Tatsächlich handelte es sich aber um ein sorgfältig vorbereitetes Übungsszenario für die Feuerwehr.
Bei der Absuche des Gebäudes wurden zwei Gasflaschen vorgefunden, die draußen gekühlt werden mussten. Im Erdgeschoss konnten drei Kinder aufgefunden und durch die Einsatzkräfte gerettet werden
Im Obergeschoss hatte sich ein Kind auf der Flucht vor dem Rauch verirrt und musste mithilfe einer Steckleiter über ein Fenster gerettet werden.
Die Übung beinhaltete die Menschenrettung, Steckleitereinsatz und den Löschangriff. Eine Nachbesprechung der Übung wird noch stattfinden.