Waldbad soll wärmer werden

Sehndes Bürgermeister Olaf Kruse (von links) und der Vorsitzende der Waldbadfreunde Sehnde, Wolfgang Toboldt, überreichen die beiden neuen Volleyballnetze an Betriebsleiter Frank Marutschke. (Foto: Wiebke Molsen)

Förderverein übergibt zwei neue Netze für die Volleyballfelder

Sehnde (r/gg). Es ist kühl in den Fluten des Waldbads in Sehnde, gerade mal 18,1 Grad Celsius Wassertemperatur zeigt die rote Anzeigetafel am Badehaus. Am eigenen Leib fühlen die gut 20 Teilnehmer des Aquafitnesskurses die kalten Temperaturen bei ihrer letzten Trainingseinheit in diesem Jahr. „Wir sind der Stadt dankbar, dass wir das Angebot trotz Corona durchführen können“, sagt Wolfgang Toboldt, Vorsitzender der Waldbadfreunde Sehnde. Denn neben den Beiträgen der 130 Mitglieder finanziert sich der Förderverein aus den Kursgebühren von Aquafitness und Yoga. Und dieses Geld hat der Förderverein in den vergangenen Jahren gut investiert: „Der Spielplatz hat zwei neue Spielgeräte bekommen, außerdem haben wir zwei Picknickgarnituren und eine weitere Sonnenliege angeschafft“, zählt Toboldt auf. In den vergangenen elf Jahren hat der Verein rund 13.000 Euro in das Waldbad gesteckt. Zum Abschluss der Saison kamen nun noch zwei neue Netze für die beiden Beachvolleyballfelder hinzu. Sehndes Bürgermeister Olaf Kruse unterstützte die Spende als Privatmann mit 150 Euro und ermöglichte damit erst den Kauf beider Netze. „Ich bin hier quasi aufgewachsen“, begründet er sein Engagement für das Waldbad. Olaf Kruse ist froh, dass das Waldbad diese Saison trotz der Einschränkungen gut gemeistert hat. Bis zu 350 Personen durften gleichzeitig in das Bad, sodass sich an sonnigen Tagen bis zu 700 Badegäste erfrischen konnten. In normalen Jahren sind es dagegen fast doppelt soviele. „Das Jahr lässt sich gut mit einem verregneten Sommer vergleichen“, meint Betriebsleiter Frank Marutschke. Am 18. September öffnet das Waldbad seine Pforten für dieses Jahr das letzte Mal. Und wenn alles klappt, können sich die Schwimmer im nächsten Jahr auf warmes Wasser in den Schwimmbecken freuen. Die Stadtverwaltung plant eine Investition in ein mobiles Blockheizkreaftwerk, betrieben mit Erdgas. „Ich gehe davon aus, dass wir das Wasser nächstes Jahr auf angenehme 23 Grad Celsius anwärmen können“, sagt Olaf Kruse. 18 Grad Celsius seien einfach zu kalt, selbst für die ganz Hartgesottenen beim Aquafitness.