Viele positive Ergebnisse nach Corona-Test

"Symptomfrei und nicht erkrankt" im Klinikum Wahrendorff

Sehnde (gg). Ein "erhöhtes Ausbruchsgeschehen" bei der Infektion mit dem Corona-Virus meldete die Regionsverwaltung am Donnerstag für zwei konkrete Bereiche: Lebenshilfe Peine-Burgdorf mit derzeit 65 Fällen, davon 28 beim Personal und Klinikum Wahrendorff in Sehnde mit 74 Fällen, davon 18 beim Personal. Das Gesundheitsamt stehe in beiden Fällen in engem Kontakt mit den Einrichtungen. Weitere Testergebnisse stünden noch aus, sodass die Zahl der registrierten Infektionen hier steigen könnte. Das Ausbruchsgeschehen an diesen Gemeinschaftseinrichtungen beeinflusse den Inzidenzwert der jeweiligen Kommunen und der gesamten Region.
Eine Stellungnahme gibt es seitens des Klinikums Wahrendorff, gemeldet am Freitagvormittag von Geschäftsführerin Heide Grimmelmann-Heimburg. Sie teilt mit „In Sehnde sind einzelne Bereiche des Klinikums Wahrendorff betroffen. Wir haben 55 Fälle bei den Bewohnern im Heimbereich und einen1 Patienten-Fall in der Klinik. Ein Großteil der Erkrankten ist symptomfrei, niemand derzeit lebensbedrohlich erkrankt. Durch unsere offene Gebäudestruktur konnten notwendige Quarantänemaßnahmen und Isolierungen gut umgesetzt werden. Wir stehen in engem Kontakt mit dem Gesundheitsamt. Bundesweit steigen die Zahlen, da wo Menschen zusammenkommen (müssen). Bisher sind wir mit sehr scharfen Hygienemaßnahmen mit unseren 2.600 Mitarbeitenden, Bewohnern und Patienten am Standort Sehnde sehr gut durch diese Pandemie gekommen. Die Virusmutante B 117 ist deutlich ansteckender. Wir bedauern jeden einzelnen Fall und hoffen sehr stark, dass wir unser mit viel Eigeninitiative aufgebautes Impfzentrum, dass wir durch den AstraZeneca-Stopp in eine Zwangspause nehmen mussten, zeitnah wieder aktivieren können. Wir hatten durch vielfältige Maßnahmen eine außerordentlich hohe Impfbereitschaft. Innerhalb von zwei Tagen konnten wir bereits 500 Mitarbeiter impfen. Gemeinsam mit allen Akteuren im Gesundheitswesen wollen wir den Impfdampfer zum Impfschnellboot werden lassen. Das ist aus unserer Sicht zwingend erforderlich. Insgesamt müssen wir in der Gesamtbevölkerung von hohen Dunkelziffern ausgehen (Modellrechnungen des Max-Planck-Institutes). Es wäre also fatal, Einrichtungen des Gesundheitswesens pauschal zu verurteilen und ein hoher Testlauf führt selbstverständlich auch zu scheinbar höheren Zahlen."