Umwelt und Gesundheit gefährdet

Erhebliche Strafen für fahrlässiges Feuerwerk

SEHNDE (r/gg). Nach Sprengstoffverordnung ist Feuerwerk in unmittelbarer Nähe von Kirchen, Krankenhäusern, Kinder- und Altersheimen sowie besonders brandempfindlichen Gebäuden oder Anlagen, wie Reet- und Fachwerkhäusern verboten. Besondere Rücksichtnahme ist in der Nähe von Gewerbegebieten, in denen gefährliche Stoffe lagern können, Gemeinschaftsunterkünften, Tankstellen und Tierheimen geboten. Die Verwendung von sogenannten Himmelslaternen ist in Niedersachsen aus Brandschutzgründen generell verboten.
Die Haftung für entstandene Schäden übernimmt der, der knallt. Ebenso muss jeder hinterher seinen Müll wieder mitnehmen. Damit die Begrüßung des neuen Jahres nicht im Krankenhaus endet, sollten nur Feuerwerkskörper verwendet werden, die CE-Kennzeichnung und eine Gebrauchsanleitung in deutscher Sprache haben. Nach dem Sprengstoffgesetz kann der Gebrauch illegaler Feuerwerkskörper mit einer Geld- oder Freiheitsstrafe geahndet werden.

Folgende Sicherheitshinweise sollten unbedingt beachtet werden:

1. Feuerwerkskörper sollten eine CE-Kennzeichnung, eine amtliche Zulassungsnummer und eine Gebrauchsanleitung in deutscher Sprache haben.
2. Nach dem Zünden ist vom Feuerwerk ein ausreichender Sicherheitsabstand einzuhalten.
3. Raketen sollten mit dem Führungsstab in Flaschen aufgestellt und gegen Umfallen gesichert werden.
4. Feuerwerkskörper niemals von Balkonen und aus Wohnhausfenstern zünden oder herunterwerfen.
5. Nicht auf Menschen oder Tiere zielen.
6. "Blindgänger" nicht erneut anzünden.
7. In Notfällen (Verletzung und Brände) sofort die Feuerwehr oder den Rettungsdienst über die Rufnummer 112 verständigen.
8. Möbel, Hausrat und andere brennbare Gegenstände von Balkonen und Terrassen entfernen. Fenster und Türen geschlossen halten.
9. Die örtlichen Verbote sind einzuhalten und es ist darauf zu achten, dass besonders notwendige Abstände zu brandempfindlichen Gebäuden wie Tankstellen, Reetdach- oder Fachwerkhäusern eingehalten werden.
10. Wer knallt, muss seinen Restmüll selbst ordentlich entsorgen und darf ihn nicht auf der Straße liegen lassen.
Beim Feuerwerk sollte jedoch gelten: "Weniger ist mehr", weniger Raketen und Knaller sind ein Gewinn für die Umwelt und die Gesundheit. Die Feinstaubbelastung steigt gerade Silvester und Neujahr mächtig an. An Neujahr ist laut dem Bundesumweltamt die Feinstaub-Konzentration vielerorts so hoch wie sonst im ganzen Jahr nicht.