Überwachung des Straßenverkehrs

Stadtverwaltung zieht Bilanz, weiter Messungen folgen

Sehnde (r/gg). Zur Statistik der Verkehrsüberwachung zieht die Stadtverwaltung Bilanz. In der Zeit von Januar bis Oktober wurden im ruhenden Verkehr 1.752 Verwarnungen, beispielsweise für Überschreiten der Höchstparkdauer oder Parken auf einem Gehweg (32.600 Euro Einnahmen) und 15 Bußgeldverfahren, beispielsweise für fehlenden TÜV,  (1.020 Euro Einnahmen) eingeleitet. Von diesen Verfahren sind bisher 1.521 (27.993,50 Euro) bezahlt, 84 Verfahren wurden eingestellt. Diese Einnahmen gehen vollständig in die Stadtkasse.
Zur weiteren Bearbeitung wurden 90 Verfahren, darunter elf Bußgeldverfahren, an die Region Hannover als Bußgeldbehörde weitergeleitet. Von diesen Verfahren erhält die Stadt Sehnde einen anteiligen Betrag der eingenommenen Gelder. Zurzeit wird mit der Region Hannover über den kostenmäßigen Anteil für die Stadt Sehnde verhandelt.
Um Geschwindigkeits-, Abstands und Rotlichtverstöße festzustellen, können die Polizei und die Verkehrsbehörde mobile und stationäre Messanlagen aufbauen. Bei der mobilen Verkehrsüberwachung setzt die Stadt Sehnde auf den Überraschungseffekt. Die Messanlagen sind schnell und leicht auf- und abzubauen. Seit Oktober wird der fließende Verkehr von der Stadt Sehnde überwacht. Auf der Internetseite der Stadt Sehnde, https://www.sehnde.de/verkehrsueberwachung, stehen die aktuellen Standortbereiche der Geschwindigkeitsmessanlage der Stadt Sehnde zur Verfügung. Laut den ersten Auswertungen liegen die meisten gemessenen Verstöße bis zu 15 Kilometer pro Stunde über der angegebenen Höchstgeschwindigkeit. Es gab jedoch auch einige Ausreißer, circa zehn Prozent aller Messungen, die zwischen 31 bis 50 Kilometer pro Stunde über dem Richtwert gemessen wurden. Eine Auswertung ergab bisher, dass ein Fahrverbot ausgesprochen werden musste.
Die Messungen erfolgen zukünftig auch außerhalb der normalen Dienstzeiten der Verwaltung, um keinen Gewöhnungseffekt aufkommen zu lassen. Dazu ein Hinweis von Brügermeister Olaf Kruse: "Ein Knöllchen zu bekommen ist immer ärgerlich. Seinen Unmut aber in verbalen Attacken oder sogar in Handgreiflichkeiten gegenüber den Verkehrsüberwacher zu äußern und durchsetzen zu wollen, entspricht nicht dem respektvollen Umgang miteinander."