Teufelsauge gewinnt

Das Teufelsauge ist von der Loki-Schmidt-Stiftung als besonders schützenswert ausgewiesen worden. (Foto: Naturfreunde)

Naturfreunde zeigen Besonderheit auf

Sehnde (r/gg). Für die Naturfreunde-Ortsgruppe informiert Rolf Stender zu Wissenswertem: "Alle Jahre wieder bestimmt die Loki-Schmidt-Stiftung eine seltene und vom Aussterben bedrohte Art aus der Wildblumen-Gesellschaft. Für das Jahr 2022 wurde die vierblättrige Einbeere ausgewählt. Sie wächst auch in unserer Region, vorwiegend in Au- oder Mischwäldern. Weil sie meist abseits von Wegen auftritt, bleibt sie für viele Menschen unentdeckt. Wer als Wanderer der Einbeere begegnet, ist fasziniert von den wunderschön geaderten Blättern. Über dem etwa 20 bis 40 Zentimeter langen Stengel steht die unscheinbare, kleine Blüte mit ihren grünen Kelchblättern und den gelben Staubblättern. Nach der Blüte bildet sich die schwarzblaue Beere. Sie wird auch Teufelsauge genannt. In Griechenland wurde die Pflanze mit der Mythologie in Verbindung gebracht. Auch als Zauber- pflanze und zur Hilfe gegen die Pest war die Einbeere im Mittelalter bekannt.
In der Homöopathie wird die schwachgiftige Beere mit ihren besonderen Saponinen bei Migräne und anderen Erkrankungen eingesetzt."