Svenja und Isabell können am besten vorlesen

Für das Buch „Ostwind – auf der Suche nach Morgen“ von Lea Schmidbauer hat sich Isabell Ihme entschieden – sie macht schließlich das Rennen und wird für den Haupt- und Realschulzweig der KGS am Regionalentscheid des Vorlesewettbewerbs 2020 teilnehmen. (Foto: Susanna Veenhuis)
 
Dieaa Alzoubi und Hekim Belgi aus dem fünften Jahrgang betrachten eine der liebevoll gestalteten „Bücher-Kisten“ zu den vorgestellten Büchern. (Foto: Susanna Veenhuis)

Beide vertreten die KGS Sehnde beim Regionalentscheid im Februar

SEHNDE (sv). Das Ergebnis war klar: Die Sechstklässlerinnen Svenja Bruns vom Gymnasialzweig und Isabell Ihme für den Haupt- und Gymnasialzweig der Kooperativen Gesamtschule Sehnde (KGS) können am besten vorlesen und werden die KGS auf der nächsten Ebene des Vorlesewettbewerbs 2019/2020 beim Regionalentscheid im Februar vertreten.
Für ihre Mitschüler aus den fünften Klassen war es eine willkommene Abwechslung im Schulalltag, konnten sie doch als Gäste ganz entspannt spannenden Geschichten lauschen – jedenfalls Teilen davon. Für die Klassensieger des sechsten Jahrgangs beim schulinternen Vorlesewettewerb war das nicht ganz so entspannend, und auch die siebenköpfige Jury musste bei der Bewertung von Kriterien wie Lesetechnik und Interpretation ein wenig die Spannung halten. Mit ihren Bewertungsbögen verfolgten die Vorjahressiegerinnen Lara Joachim und Mia Bajorath, Schülersprecherin Emilia Gerlitz, Meike Drange und Alex Ketzler als Elternvertreter und die Lehrer Birte Bohnhof-Zuschke und Benjamin Schmidt aufmerksam die Vorträge. Jeweils drei Minuten hatten die Sechstklässler zur Verfügung, um einen Abschnitt aus einem Buch ihrer Wahl vorzustellen und dabei gleichzeitig ihre Lesefähigkeiten unter Beweis zu stellen. Etwas haariger ging es beim zweiten Teil des Wettbewerbs zu: Zwei Minuten lang lasen die Teilnehmer aus einem ihnen unbekannten Text vor.
Generationen von Schülern haben sich durch Buchstabenmeere gekämpft, seit der Börsenverein des Deutschen Buchhandels den Vorlesewettbewerb der sechsten Klassen 1959 zum ersten Mal veranstaltete. In diesem Jahr feiert der Wettbewerb mit 60 Jahren einen runden Geburtstag. Ziel des Lesewettbewerbs ist es, Kindern den Spaß am Lesen nahe zu bringen. Letizia Kubsik, Svenja Bruns, Tarah Kohn, Henrik Wittchen, Julia Kusch, Felix Arnold, Phil Machann und Isabell Ihme lesen sowieso schon gerne und so gut, dass sie allesamt Klassensieger wurden und nun zum Wettbewerb um den Schulsieger antraten. Mit Auszügen aus spannender Jugendliteratur von bekannten Autoren wie Enid Blyton, Ulf Blank und Jeff Kinney mit ihren schon Lesegenerationen beglückenden Büchern über Dolly, die Drei Fragezeichen und Gregs chaotisches Tagebuch wie auch von weniger bekannten Autoren fesselten die Vortragenden ihr etwa ein Jahr jüngeres Publikum deutlich – jedenfalls für drei Minuten. Dabei wählten sie die Passagen geschickt so aus, dass das Publikum ausgerechnet an spannender Stelle beim so genannten Cliffhänger mit vielen offenen Fragen zurück blieb.
Dafür gab es von einigen der vorgestellten Bücher sogar einen 3-D-Eindruck: Die Schüler hatten mit viel Sorgfalt und Fantasie ganz spezielle „Bücher-Kisten“ im Schuhkarton-Format gebastelt, die ein typisches Szenario aus dem jeweiligen Buch darstellten. Deutschlehrerin Jennifer Panke, die auch die Organisation des diesjährigen Lesewettbewerbs inne hatte, wies die Fünftklässler explizit darauf hin. Schließlich sind sie es, die im nächsten Jahr am Wettbewerb teilnehmen können und sich schonmal das eine oder andere Buch vornehmen können.