Sturmschaden im Museum

Sturmschaden auf dem Gelände des Straßenbahnmuseums (Foto: Dietmar Heintz)

Baum stürzt auf Gelenkwagen

WEHMINGEN (r/gg). "Sturmschäden sind in dem dicht bewaldeten Museumsgelände mit den langen Oberleitungsstrecken eigentlich nichts Ungewöhnliches und können meist mit der Hilfe der engagierten Oberleitungsbauer im Verein zeitnah behoben werden. Aber diesmal kam es schlimmer", berichtet Bodo Krüger vom Verein "Hannoversches Straßenbahn-Museum" zum Sturmtief Sabine, das am Montag über Sehnde zog. Einer der mächtigsten und ältesten Bäume auf dem Gelände hielt einer Windböe nicht stand und brach etwa einen Meter über dem Boden ab. Dabei riss er einen Gittermast mit sich, der für die Stabilität mehrerer Oberleitungsstränge verantwortlich war, die unter hoher mechanischer Beanspruchung stehen. Das gesamte Gewicht des Baumes und des Gittermastes krachten daraufhin auf einen Gelenkzug, der auf einem angrenzenden Gleis abgestellt war, wobei dessen Triebwagen einen wahrscheinlich irreparablen Schaden erlitt. Bei dem Fahrzeug handelt es sich um einen Gelenkwagen der Firma ’Düwag’ aus dem Jahre 1957, der in 1995 in das Museum kam. Er ist mit weit mehr als 1000 gebauten Exemplaren der erfolgreichste Straßenbahntyp, der je in Deutschland produziert wurde. "Mit diesem Zug konnte die Geschichte der Gelenkwagen stets anschaulich präsentiert werden, denn er war auch im Fahrbetrieb mit den Besuchern unterwegs und wurde bei nahezu jeder Tramparade gezeigt. Zunächst einmal müssen nun die Schäden begutachtet werden. Was danach mit dem Wagen geschieht, wird sich zeigen", sagt Bodo Krüger. Er bedauert, dass die neue Abstellhalle noch nicht fertig ist. Damit sei erst im Lauf des Jahres zu rechnen. Dann sollen alle Wagen geschützt stehen." Bodo Krüger ergänzt: "Einmal mehr hat sich nun gezeigt, wie wichtig der Bau dieser Halle war."