Strukturen grundlegend reformiert

Silke Lesemann ist Vorsitzende des AWO-Präsidiums in der Region Hannover. (Foto: AWO)

Silke Lesemann ist Vorsitzende des AWO-Präsidiums

SEHNDE (r/gg). In der AWO-Regionskonferenz haben 135 Delegierte der AWO-Ortsvereine über eine grundlegende Strukturreform abgestimmt und die Satzungsänderungen zum Präsidial-Modell beschlossen. Das neue an diesem Modell: Das neue Präsidium bekommt mehr Kontrollfunktionen, ähnlich einem Aufsichtsrat. Die bisherigen Mitglieder der Geschäftsführung werden zum hauptamtlichen Vorstand.
Als Vorsitzende des Präsidiums gewählt wurde Silke Lesemann aus Bolzum, SPD-Landtagsabgeordnete, die schon acht Jahre den Verband geführt hat. Stellvertretende sind Birgit Merkel, Hannover, und Knud Hendricks, Hannover. „Seit Hundert Jahren ist die AWO das soziale Rückgrat in Hannover“, betonte Lesemann nach ihrer Wahl. „Die Grundlage für den Erfolg unserer Arbeit ist das Engagement unserer Mitarbeiter“. Sie und die Ehrenamtlichen in den AWO-Ortsvereinen seien das Gesicht für Menschlichkeit und Miteinander. „Wir können insgesamt auf eine sehr positive Entwicklung zurückblicken und haben in den vergangenen vier Jahren erfolgreiche Arbeit geleistet, sagte der neue AWO-Vorstandsvorsitzende Burkhard Teuber in seinem Bericht über die wirtschaftliche Lage der AWO. Das sei in erster Linie den Mitarbeitern zu verdanken.
„Die AWO wird sich auch künftig dort einsetzen, wo die Menschen Unterstützung und Hilfe benötigen“, so Teuber zur zukünftigen Ausrichtung des Verbandes. Zu den Schwerpunkten in Hannover werden die Kinder- und Jugendarbeit, die Migrationsarbeit und die Betreuung und Begleitung von Senioren, die Pflege kranker und alter Menschen und der Ausbau der Beratungsdienste gehören. Die AWO sei ein verlässlicher Partner für die Kommunen. Der hauptamtliche Vorstand habe zukünftig mehr Entscheidungskompetenz und könne schneller reagieren.
Die Weichen für die zukünftige Ausrichtung der AWO wurden gestellt. Die Delegierten stimmten über verschiedene sozialpolitische Sachanträge ab. Dazu gehört die Bekämpfung von Armut. Darüber hinaus sprachen sich die Delegierten für einen Abschiebungsstopp nach Afghanistan aus und fordern einen gleichberechtigten Zugang zu Bildung und Teilhabe für Roma. Zum Umgang mit der Partei Alternative für Deutschland (AfD) vertritt die AWO eine klare Position: „Eine Mitgliedschaft in der AfD ist unvereinbar mit den Grundwerten der Arbeiterwohlfahrt. Daher ist eine Beschäftigung von haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern, die AfD-Mitglieder sind, nicht vereinbar."