Stadt Sehnde lässt Masterplan für ein attraktiveres Ortszentrum erstellen

Nach einem Gespräch in lustiger Runde mit den VertreterInnen der örtlichen Presseorgane unternahmen v.l. Martin Kremming, Projektleiter der „CIMA“ Beratung und Management GmbH und die „CIMA“-Beraterinnen Carita Pech und Katharina Menz zusammen mit Bürgermeister Carl Jürgen Lehrke und Stadtplaner Godehard Kraft einen Rundgang durch die Sehnder „Einkaufsmeile“. (Foto: Sabrina Dickhaeuser)

Gestartet wird unter anderem mit einer Online-Befragung

SEHNDE (dik). Die Mittelstraße in Sehnde feiert Geburtstag: 125 Jahre ist die agile „Omi“ unter den Einkaufsmeilen inzwischen geworden. Dabei hat sie keineswegs an Attraktivität verloren, denn die Mitglieder der Interessengemeinschaft der Sehnder Kaufleute (IGS) kümmern sich seit Jahren liebevoll um die „betagte“ Straße im Herzen von Sehnde und beleben sie stets aufs Neue mit zahlreichen Aktionen.
Die BesucherInnen genießen dann dabei die tolle Atmosphäre und die vielen interessanten Angebote. Leider ist das für viele kein Grund, um regelmäßig auf der Meile „shoppen“ oder bummeln zu gehen. Warum das so ist will jetzt die „CIMA“ Beratung + Management GmbH herausfinden. Sie wurde von der Stadt Sehnde beauftragt einen „Masterplan“ für das Ortszentrum zu erarbeiten. Da es immer gut ist, einen Plan zu haben, klingt das ausgesprochen viel versprechend.
Unter jenen, die bereits darüber informiert sind gibt es auch die, die sich nicht vorstellen können, dass das etwas bringen soll. Schließlich sind die Gutachter „Fremde“ und keine Sehnder. Was wissen die denn schon? Sie kommen sie ja nicht „von hier“.
Einen Grund dafür, dass sich etwas ändert, könnte der sein, dass die „CIMA“ nicht alleine „vorprescht“, sondern einen Arbeitskreis gegründet hat, in dem auch InhaberInnen der Sehnder Geschäfte und VertreterInnen der Stadtverwaltung, Politik und Wirtschaft aus Sehnde mitwirken. Der „Masterplan“ könnte so also seinen Zweck erfüllen und die Attraktivität des Ortszentrums – sowohl für die BürgerInnen als auch für die BesucherInnen und KundInnen – nachhaltig steigern.
Um jedem Interessierten die Möglichkeit zu bieten, sich aktiv an einer Attraktivitätssteigerung des Ortszentrums zu beteiligen, wird zunächst eine Online- sowie Passantenbefragung durchgeführt. Projektleiter Martin Kremming und Beraterin Carita Pech von der CIMA nennen das die Analysephase. „Wir wollen wissen: was wünscht Sie sich? Was wird gebraucht in der Mittelstraße? Was muss in der Mittelstraße passieren? Schreiben Sie es auf“, ermuntert Martin Kremming die BürgerInnen sich an der Online- und Passantenbefragung zu Beteiligen, denn nur so können sich diese aktiv am Prozess beteiligen.
Die Teilnahme an der Befragung ist ab sofort, noch bis Sonntag, 8. Oktober, auf der Internetseite www.sehnde.de möglich. Am Dienstag, 13. September, und Freitag, 16. September, wird die Umfrage außerdem vor Ort an der Peiner Straße und in der Mittelstraße von MitarbeiterInnen der „CIMA“ durchgeführt.
Ein weiterer Grund der dafür spricht, sich an der Befragung zu beteiligen ist, dass die CIMA bereits in anderen Städten Erfolg mit einem „Masterplan“ hatte (der sieht jedesmal natürlich anders aussieht (die BürgerInnen wirken schließlich mit).
So wurde beispielsweise in Cuxhaven das so genannte „Schillerzentrum“ aus seinem Dornröschenschlaf geholt – Nach der Analysephase (auf welche übrigens eine so genannte Profilierungsstrategie folgt) wurde, durch Bürgerbefragung aus dem Schillerzentrum“ das „Lotsenviertel“. Flyer, Bojen und Positionsleuchten standen für diese Wortbildmarke. Das Viertel in der Nähe eines Deiches wurde durch die Umsetzung der erarbeiteten Ideen insgesamt so attraktiv, dass es sich jetzt großer Beliebtheit erfreut und ein beliebter Ort zum Shoppen, Bummeln und Verweilen geworden ist. Der Plan ging somit auf.
Die Befragung hat auch das Ziel, Handlungserfordernisse im Sehnder Ortszentrum zu erkennen und Rückschlüsse auf ein zukünftiges Vorgehen im Bereich Gestaltung und Angebot zu geben. Am kommenden verkaufsoffenen Sonntag, 18. September, bietet sich den BesucherInnen eine Vielzahl toller Angebote, die im wesentlichen von der IGS organisiert und angeboten werden. Sicherlich bietet sich beim Shoppingbummel mit vielen Attraktionen auch eine Gelegenheit herauszufinden, welche Angebote die an diesem Tag gemacht werden täglich bestand haben könnten. Es könnte auch Spaß machen ein wenig zu Planen und sich Gedanken zu machen, ist das Sehnder Ortszentrum doch auch für viele ein vertrauter Ort und sogar eine „Heimat“. Dass dieser Begriff in Zeiten des Wandels vor allem bedeutet, dass man sich an einem Ort wohl fühlt und nicht mehr weg möchte, ist dabei für viele in Sehnde eine Selbstverständlichkeit.
Nach der Vorstellung der Projektstufen zur Erstellung des Masterplans für die Mittelstraße unternahmen (v.l.) Martin Kremming, Projektleiter der „CIMA“ Beratung und Management GmbH, Martina Mustermann, Carita Pech, „CIMA“-Beraterin, Bürgermeister Carl Jür