St. Katharinen-Kirche Rethmar erhält konstruktive Generalsanierung

Großbaustelle Katharinenkirche: Seit Mai 2011 ist das Gotteshaus gesperrt und wird von Grund auf saniert. (Foto: Horst-Dieter Brand)

Ein Beitrag von Horst-Dieter Brand - Im Mai Wiedereröffnungsfeier - Neujahrsempfang noch in Haimar

RETHMAR/HAIMAR (hdb). Die Kirchengemeinden Haimar und Rethmar laden ganz herzlich zu Ihrem Neujahrsempfang am Sonntag, 13. Januar, ein.
Der Empfang beginnt mit einem Gottesdienst um 17.00 Uhr in der St. Ulrich-Kirche zu Haimar, der anschließende Empfang findet dann in den neuen Gemeinderäumen der St. Ulrich-Kirche statt - denn die St. Katharinen-Kirche ist noch bis Mai diesen Jahres eine Großbaustelle.
Der schwere Dachstuhl drückte auf die Außenmauern, die Südseite drohte einzustürzen: Für die Grundsanierung der Rethmarer Kirche war es allerhöchste Zeit. Das vor 650 Jahren erbaute, denkmalgeschütze Gotteshaus ist bereits seit dem Frühjahr 2011 gesperrt.
Der Kirchenvorstand ist optimistisch, dass die abgeschlossene Innensanierung bis Mai nächsten Jahres abgeschlossen werden. Dann soll das eigentlich schon in diesem Jahr fällige Jubiläum groß gefeiert werden. Bis dahin aber gibt es noch viel zu tun, wie Mitglieder des Kirchenvorstandes und Pastor Hans-Jürgen Pabst betonen. Sie haben jetzt die ersten Erfolge einer neuen Aktion vorgestellt, mit dem Geld für weitere Vorhaben gesammelt werden soll.
Die Idee, ein Puzzle mit dem Bild der Katharinenkirche zu erstellen und die Einzelteile für jeweils 20 Euro zu verkaufen, hatte der Vorsitzende des Kirchenvorstandes, Christoph Digwa Wenn alle 500 Puzzleteile verkauft werden, kommt die stattliche Summe von 10 000 Euro zusammen. Dafür sollen zum Beispiel das Kirchengestühl aufgearbeitet und das Glockengeläut repariert werden. Ein Herzensanliegen des Kirchenvorstandes ist die Öffnung der im 19. Jahrhundert zugemauerten Krypta zum Altarraum hin, damit bei Beerdigungen wieder der Sarg vor dem Altar aufgestellt werden kann.
Beim Weihnachtsbasar am 1. Advent haben sich schon 60 Spender an dem Puzzlebild beteiligt. Ihre Namen finden sich auf dem jeweiligen Puzzleteil. Es gibt aber auch einige anonyme Spender. An jedem Wochenende wird das große Puzzle-Bild im Gemeindehaus – in dem seit der Sperrung der Kirche die Gottesdienste abgehalten werden – aufgestellt, damit das Puzzle vervollständigt werden kann.
Die konstruktive Sanierung der kirche kostet rund 950 000 Euro. An der Finanzierung beteiligen sich die Landeskirche, der Kirchenkreis Burgdorf und die Kirchengemeinde mit ihren knapp 1.000 Mitgliedern mit Eigenmitteln aus Rücklagen. Im September 2011 war mit der Sanierung begonnen worden, als Beton unter die Grundmauern gespritzt wurde, um diese zu stabilisieren Zuvor war das komplette Dach abgenommen worden
Verankerungen - zwei Stahlanker durchqueren die Kirche - und Stützpfeiler wurden ebenfalls saniert. Inzwischen konnte bereits mit den Putz- und Malerarbeiten im Innern begonnen werden – bis zum Jubiläumsfest im Mai 2013, zu dem auch eine Chronik erscheinen wird, soll alles in neuem Glanz erscheinen.