Silke Lesemann besucht Landwirte

Carl-Jürgen Lehrke (von links), Philip Köhler, Henning Peters, Silke Lesemann, Arnd von Hugo und Fabian Lehrke tauschen sich über den "Niedersächsischen Weg" aus. (Foto: Landvolks Hannover)

SPD-Landtagsabgeordnete tauscht sich auf dem Hof Lehrke über den „Niedersächsischen Weg“ aus

Sehnde (r/fh). Die SPD-Landtagsabgeordneten Silke Lesemann hat kürzlich den Hof Lehrke in Sehnde besucht und sich dort mit örtlichen Landwirten über den „Niedersächsischen Weg“ ausgetauscht. Dieses Abkommen hat die Landesregierung mit Landvolk, Landwirtschaftskammer sowie den Naturschutzverbänden Nabu und BUND geschlossen, um die Artenvielfalt zu erhalten.
Arnd von Hugo, Vorstandsmitglied im Landvolk Hannover, sprach der Landesregierung ein großes Lob aus: „Die Gesellschaft hat hohe Ansprüche an die Landwirtschaft. Der Niedersächsische Weg eröffnet der Landwirtschaft die Möglichkeit, Naturschutz aktiv mitzugestalten und Probleme offensiv anzugehen.“ Dass die Maßnahmen gemeinsam mit Landwirtschaft erarbeitet werden und regionale Besonderheiten berücksichtigt, schätzen alle anwesenden Landwirte. „Mitspracherecht führt zu einer erhöhten Bereitschaft, mehr für Umwelt- und Naturschutz zu tun“, ergänzte Fabian Lehrke.
Auch der Nabu bewertet die Ergebnisse des „Niedersächsischen Wegs“ grundsätzlich positiv, hält aber trotzdem auch weiterhin am Volksbegehren Artenvielfalt fest, das in einigen Punkten noch weitergeht und von den Vertretern der Landwirte heftig kritisiert wird. Noch könne man sich nicht in Sicherheit wiegen, so das Argument des Naturschutzbundes. „Erst wenn der Gesetzesentwurf durch die Regierungsfraktionen ins Parlament eingebracht wird, kann davon ausgegangen werden, dass dieses Gesetz Rechtsgültigkeit erlangen kann“, schreibt der Vorsitzende des Nabu Niedersachsen Holger Buschmann in einer Pressemitteilung. Dann könne das Volksbegehren gegebenenfalls zurückgezogen werden.
Auch wenn dieser Konflikt also noch nicht gänzlich gelöst ist, lobte Silke Lesemann den „Niedersächsischen Weg“. „Das Abkommen ist etwas Besonderes, das es bislang nur in Niedersachsen gibt“, sagte sie. Sie hoffe, dass von der Vereinbarung auch eine Strahlkraft auf andere Bundesländer ausgehe. Ihr Fazit: „Dialog ist die Lösung. Die positive Resonanz der Landwirte bestärkt mich darin, dass der Niedersächsische Weg der richtige ist.“