Siebtklässler der KGS Sehnde arbeiten hochmodern im Pilotprojekt „Netbook-Klasse“

Die Zukunft des PC-gestützten Lernens hat an der KGS Sehnde Einzug gehalten: Die SchülerInnen der 7GB sind die erste „Netbook-Klasse“ der Schule. (Foto: Annika Walter)

Von Annika Walter

SEHNDE. Die Entwicklung hin zu einer hoch technisierten und interaktiv gut vernetzten Gesellschaft zieht auch an der Kooperativen Gesamtschule (KGS) Sehnde nicht vorbei. Seit Schuljahresbeginn arbeitet dort erstmals eine siebte Klasse, die 7GB, mit Netbooks (kleine Laptops). Finanziell unterstützt wird das Projekt von der Stadt Sehnde.
„Schule lebt, wenn sie sich entwickelt.“, so Schulleiterin Helga Akkermann, als sie das Pilotprojekt sichtlich stolz präsentierte. Bis 2014 sollen bereits sieben Klassen mit Netbooks ausgestattet sein.
Die Stadt Sehnde wird dafür voraussichtlich, laut Fachbereichsleiter Ralf Neumann, rund 60.000 Euro aufbringen. Diese Summe wird vor allem auch zur Finanzierung interaktiver Tafeln, der so genannten Activboards, genutzt. Mit denen fällt das Präsentieren der Arbeitsergebnisse von den Netbooks besonders leicht.
Die Netbooks selbst, und einen zusätzlich notwendigen Akkus, kaufen oder leasen die Eltern der SchülerInnen, dies wird für die kommenden Klassen allerdings teurer als für noch beim Pilotprojekt.
Lohnen tut sich das aber allemal, denn die SchülerInnen dürfen ihre Netbooks nach den drei Jahren als „Netbook-Klasse“, von der siebten bis zur neunten, natürlich weiterhin nutzen, beteuerte Projektleiter Dirk Hoffmann.
Vorgeschrieben ist es 30 Prozent des gesamten Unterrichts mit dem Mini-Computer zu gestalten. 30 Prozent also, in denen zum Beispiel im Internet recherchiert werden kann und die Ergebnisse über ein Netzwerk mit anderen SchülerInnen geteilt werden können.
Die SchülerInnen würden sicherlich gerne noch mehr auf diese Weise arbeiten. Herkömmlich-handschriftlich sei man anfangs zwar schneller, die Technik sei aber sehr faszinierend und an das nun erforderliche schnellere Tippen gewöhne man sich bald, berichten die Klassensprecher Lea und Kristof.
Auch Klassenlehrerin Birte Bonhof-Zuschke hat nur Positives zu berichten: die Schüler seien aufgrund der Netbooks sehr intensiv dabei und zeigten ein großes Engagement. Sie seien außerordentlich aufmerksam – und dies sei sehr gegensätzlich zu dem typischen Verhalten in diesem Alter.