Schwerer Wildunfall auf der L411

Nach der Kollision mit einem Reh auf der L411 am Donnerstagabend ist das Cabriolet auf dem Acker zum Stehen gekommen. (Foto: Stadtfeuerwehr Sehnde)

Schnelle Hilfe rettet Cabriolet-Fahrer das Leben

SEHNDE (r/gg). Donnerstagabend ist ein 48-Jähriger mit seinem Pkw auf der L411 mit einem Reh zusammengestoßen und im Anschluss von der Fahrbahn abgekommen. Dabei hat er sich lebensgefährliche und seine 43-jährige Beifahrerin schwere Verletzungen zugezogen. Das Reh starb an der Unfallstelle
Bisherigen Erkenntnissen des Verkehrsunfalldienstes Hannover zufolge war der Fahrer mit seinem Lotus Westfield Seven gegen 19.45 Uhr auf der L 411 in Richtung Sehnde unterwegs. In Höhe einer Ziegelei stieß sein Fahrzeug mit einem die Straße überquerenden Reh zusammen. Anschließend verkeilte sich das Tier unter dem Cabriolet, woraufhin der 48-Jährige mit seinem Lotus nach rechts von der Fahrbahn abkam, mit der rechten Fahrzeugfront einen Baum touchierte und letztendlich mit dem Wagen auf einem Acker zum Stehen kam. Eine Ärztin, die nachfolgend die Straße befuhr, leistete mit anderen
Autofahrern sofort erste Hilfe und reanimierte den Fahrer noch auf dem Feld, ehe der
eintreffende Rettungsdienst die Versorgung übernahm. Die nachalarmierte
Ortsfeuerwehr Klein Lobke leuchtete die Einsatzstelle aus und unterstütze den
Rettungsdienst bei dem Transport des Fahrers und seiner 42-jährige Beifahrerin in
die Rettungswagen, welche die Schwerverletzten unter notärztlicher Begleitung in
Krankenhäuser brachte.
Im Einsatz waren die Ortsfeuerwehr Klein Lobke mit einem Fahrzeug und zwölf
Einsatzkräften, sowie der Rettungsdienst und die Polizei, berichtet Feuerwehr-Sprecher Chris Rühnkorf.
Während der Rettungs- und Bergungsmaßnahmen musste die L411 bis etwa 22.30 Uhr voll gesperrt werden, es kam zu leichten Behinderungen. Nach Schätzungen der Polizei ist ein Schaden in Höhe von 10.000 Euro entstanden.