Schüler erforschen "Das Große Freie"

Jürgen Schröter nahm sich im Gutshof Zeit für die Schulklasse. (Foto: Regina Niemann)

Viertklässler besuchen das Regional-Museum

RETHMAR (r/gg). 42 Viertklässler der Astrid-Lindgren-Schule besuchten das Regional-Museum auf den Gutshof Rethmar, um dort mehr über das "Große Freie" zu erfahren. Jürgen Schröter ist schon seit vielen Jahren für Schulklassen im Museum im Einsatz, bei denen er dann in seiner weißen Leinenbekleidung, der Alltagestracht der Feien vom Nordwalde des Jahres 1632, auftritt.
"Das Große Freie" war viele Jahrhunderte eine Gebietskörperschaft von 14 Ortschaften, die von den Welfenherzogen Sonderrechte erhieten. Die Sehnder Schüler erforschten in zwei Gruppen das Museum. "Wir haben die Heimatgeschichte im Untericht behandelt", sagte Lehrerin Susanne Reinert. Der Ausflug nach Rethmar sollte Anschauliches bieten. Zum Beginn von Jürgen Schröters Führung wurde ein kurzer Film über die Freien gezeigt. Danach zeigte er die Vogelkette, die alle drei Jahre von den Schützen ausgeschossen wird, die Soldatenkleidung eines Freien, und die damals eingesetzten Waffen. "Ein Steinschlossgewehr", fragte ein Schüler, "Haben die früher mit Steinen geschossen?" Jürgen Schröter erklärte den Kindern darauf den Zündvorgang bei einer solchen Waffe. Am besten hatte Ricardo und Lana der Film gefallen. "Im Film war viel über das Leben der Landwirte damals zuhören", fanden beide. Linus hat von allen Ausstellungsstücken die Silbervogelkönigskette am besten gefallen, die ihm aber zum Tragen zu schwer erschien. Nach über zwei Stunden verabschiedete Jürgen Schröter seine jungen Teilnehmer wieder, die mit einem großen Applaus ihren Dank und Freude ausdrückten.