Saisoneröffnung im Hannoverschen Straßenbahn-Museum mit Ostereiersuche

Unter anderen Fernschreiber als Vorläufer der E-Mails präsentiert die neue Dauerstellung des jetzt ebenfalls hier beheimateten Hannoverschen Fernmelde-Clubs im Hannoverschen Straßenbahn-Museum in Wehmingen. (Foto: HSM/Bodo Krüger)
 
Einen festen Platz in der neuen Sonderausstellung des Straßenbahn-Museums haben auch die Telefon aus der Zeit vor dem Siegeszug der Handys. (Foto: HSM/Bodo Krüger)

Zusatzausstellung über alte Fernmeldetechnik und bald auch ein "Tag des Kalibergbaus"

SEHNDE (r/kl). Am Ostersonntag, 31. März, öffnet das Hannoversche Straßenbahn-Museum(HSM) in Sehnde-Wehmingen wieder seine Tore für eine neue Saison. Ostereiersuchen für die jüngsten ist natürlich auch in diesem Jahr wieder ein fester Bestandteil des Programmes. Bis einschließlich 27. Oktober erwarten die Besucher, jeweils an Sonn- und Feiertagen von 11.00 bis 17.00 Uhr, ein paar schöne Stunden auf dem weitläufigen Museumsgelände. Ein bunter Reigen interessanter Sonderveranstaltungen sowie eine neue Zusatzausstellung sollen den Besuch in der Saison 2013 zu einem unvergesslichen Erlebnis machen.
Bereits am Sonntag, 21. April, wird den Besuchern die wechselvolle Geschichte des Museumsgeländes mit einem "Tag des Kalibergbaus" näher gebracht. Hierbei besteht auch sie seltene Gelegenheit, einen Blick in das Maschinenhaus zu werfen, wo die Original-Fördermaschine des ehemaligen Kalischachtes "Hohenfels" heute noch zu sehen ist.
Neben anderen Attraktionen werden auch spezielle Führungen durch das Areal der zeitweilig auch als Munitionsfabrik genutzten einstigen Fabrikanlage angeboten. Programmhöhepunkt der Veranstaltung wird das Anbringen der Original-Teuftafel beim Maschinenhaus sein.
Am Sonntag, 5. Mai, sind wieder historische Omnibusse auf dem Museumsgelände zu Gast und am Samstag und Sonntag, 25. und 26. Mai, kommen die Freunde der Modelltrucker ganz auf ihre Kosten. Der Sammler Dietmar Heintz präsentiert vom 22. Juni bis zum 4. August seine große Playmobil-Ausstellung im alten Kesselhaus. Erstmalig wird am Samstag und Sonntag, 22. und 23. Juni, eine große Playmobil-Börse veranstaltet.
Nutzfahrzeuge und Zugmaschinen dominieren am Samstag und Sonntag, 13. und 14. Juli, das Bild im Museum während am Sonntag, 11. August, nunmehr zum 18. Male, das große Oldtimer-Treffen stattfindet. Der Samstag und Sonntag, 21. und 22. September, stehen wiederum ganz im Zeichen der Feuerwehr. Immer wieder zieht diese beliebte Veranstaltung mit einer großen Zahl moderner und historischer Feuerwehrfahrzeuge viele Besucher in ihren Bann.
Mit einer Bereicherung ganz besonderer Art wird das Museum ab Ende April dauerhaft aufwarten können. Öffentlicher Nahverkehr und Fernmeldetechnik bildeten stets eine Symbiose. So war es nur folgerichtig, dass das Straßenbahn-Museum mit dem Hannoverschen Fernmelde-Club einen starken Partner an seine Seite geholt hat. Dessen neues Domizil befindet sich auf etwa 1.300 Quadratmeter Fläche in einer großen Ausstellungshalle im südlichen Geländeteil. Bei einem Zwischenstopp mit der Straßenbahn werden die Besucher zukünftig die ganze Welt der Fernmeldetechnik vom ersten Telefon bis zu moderner Datenübertragung bestaunen können.
Diese Ausstellung wird in den nächsten Monaten und Jahren zudem ständig erweitert. Schon jetzt bietet sich dem Besucher auf diesem Gebiet eine Vielfalt an Exponaten, wie sie in Deutschland sonst kaum zu sehen ist. Das erste Telefon, das erste Bildtelefon, der erste Fernschreiber und etwa 100 Nachfolger sowie Vermittlungsstellen – alles kann in Funktion gezeigt und zum großen Teil auch funktionell erkundet werden.
Im Bereich der Museumsausstellung erwartet den Besucher unter anderem das gemütliche Kino mit 26 Sitzplätzen. Hier werden interessante historische Straßenbahnfilme gezeigt. Der Fahrsimulator hat sich inzwischen zu einem ’Renner’ entwickelt und lädt ein, sich einmal “auf dem Trockenen“, und per Video-Beamer, so durch den Straßenverkehr zu bewegen, wie der Fahrer auf einer richtigen Trambahn. Wem das nicht genug ist, der darf sich Kinderträume erfüllen und an ausgewählten Terminen auch im Fahrstand einer realen Straßenbahn "kurbeln".
Der in seiner Vielfalt in Deutschland einzigartige Fahrbetrieb wartet mit einer großen Zahl originalgetreu restaurierter historischer Straßenbahnwagen vieler Nationen auf die Mitfahrer. Auch das Team vom Bistro “Café Hohenfels“ freut sich auf regen Besuch.
Der Eintritt kostet für Erwachsene 7,50 Euro (ermäßigt 6,50 Euro), für Kinder vier Euro und für Familien 20 Euro. Weitere Informationen finden InteressentInnen auch im Internet unter: www.tram-museum.de.


Fotos: Bodo Krüger (HSM)

Nur ein kleiner Teil einer riesigen Sammlung mit Teilen der Fernmeldetechnik