„Regional“ wie „intern“ – das Volks- und Schützenfest in Ilten war einfach Klasse!

Glanzvoll, mit den Fahnen aus dem Kreisschützenverband im Hintergrund, präsentierte sich die Abendserenade mit historischen und modernen hannoverschen Musikstücken im Park hinter dem einstigen, jetzt zum Klinikum Wahrendorff gehörenden, Amtshaus des „Großen Freien“. (Foto: Sabrina Dickhaeuser)
SEHNDE/ILTEN (dik/kl). Das Jubiläum „300 Jahre Recht auf Scheibenschießen“ im „Großen Freien“ bescherte als Dank für die Aufmerksamkeit von Schützenchef Carsten Elges bei historischen Daten dem diesjährigen Volks- und Schützenfest schon zum Auftakt am Freitag regionalen Besuch, der das Festzelt fast zum Platzen brachte. Die Iltener selbst, stolz auf den Status ihres Ortes als einstiger Amtssitz der 14-Freien-Ortschaften, wollten da offenbar nicht zurück stehen – und besuchten das Fest ebenfalls so gut wie selten zuvor.
Trotz des strömenden Regens sah selbst der Festausmarsch unter Regenschirmen am Sonntag keinen Rückgang der Beteiligung. Und zum Aufwärmen im hübschen Festzelt rückten zum Ausklang der drei „regional-öffentlichen“ Fest-Tage die Iltener und ihre auswärtigen Gäste gesellig zusammen. „Intern“ feierten die Iltener aber am Montag traditionell noch einen tollen Tag weiter …
Aufmerksamkeit über Ilten hinaus fand auch die Abend-Serenade im Anschluss an den „Freien-Festakt“, nicht zuletzt durch den zeitgemäßen Verzicht auf einen Zapfenstreich, dafür aber die interessante Präsentation historischer und moderner Musikstücke in hannoverscher Tradition. Viele der mehrere Hundert BesucherInnen erfuhren hier zum ersten Mal, dass die von Händel komponierte Melodie der englischen Nationalhymne eigentlich ja als hannoversches Militärmusikstück begann. Zu solchen Rhythmen hatte sich, wie Kreisschützenpräsident Werner Bösche einräumte, ein Kreisfahnenaufmarsch des Kreisschützenverbandes noch nie präsentiert.
Von diesem stilvollen Fest mit regionalem Bezug zum „Großen Freien“ wird man noch lange reden – auch in den 14 Freie-Ortschaften, wenn in den dortigen Schützvereinen die besten SchützInnen der einzelnen „Kompanien“ gefeiert werden.