Regenunwetter hielt auch die Sehnder Feuerwehren in Atem

Besonders in Haimar, wo gleich mehrere Ortsfeuerwehren im Einsatz waren, mussten zahlreiche Gullys freigepumpt werden. (Foto: StFfw Se/Tim Herrmann)
SEHNDE. Zwar stand wegen der dort besonders anfälligen Kanalisation die Lehrter Ortschaft Arpke im Mittelpunkt des Medieninteresses, aber die Starkregenfront am vergangenen Sonntagabend hatte auch die Sehnder Ortsteile komplett im Griff. Besonders betroffen war das östliche Stadtgebiet wo zwar nur kurze, dafür aber besonders heftige Regenschauer nieder gingen.
Gegen 18.40 Uhr wurde Alarm für die Ortsfeuerwehr Haimar ausgelöst. In der Straße Am Haspelweg liefen die ersten Keller voll. Das Wasser drückte aus Abflüssen hoch. Tiefgaragen liefen innerhalb von Minuten voll. In manchen Kellern stand das Wasser bis zu 20 Zentimeter hoch.
Die Ortsfeuerwehren Dolgen, Evern und Rethmar werden nachalarmiert. Kurzfristig waren Straßen überflutet, das Regenabwassersystem schaffte die Wassermassen nicht mehr. Etliche Gullys mussten frei gesaugt werden.
Immer mehr betroffene Bewohner machten sich auf den Straßen, Am Haspelweg, Am Schießstand, Schladeweg und In der Wörth bemerkbar. Überall mussten Einsatzkräfte mit Tauchpumpen und Wassersaugern den Bewohner helfen, die sich mit Eimern und Wasserschiebern mühten, die Wassermassen wieder aus dem Keller zu bekommen.
Bis zu 30 Einsatzstellen mussten die Einsatzkräfte in der Ortschaft Haimar abarbeiten, die Schadenshöhe durch das Wasser ließ sich gar nicht abschätzen.
Im Einsatz waren die Ortsfeuerwehren Haimar, Dolgen, Evern und Rethmar.