Rausputz in Röddensen

Das Ergebnis der Müllsammelaktion neben der Milchbank in der Röddenser Dorfstraße. (Foto: Martin Voß)

Corona-konforme Müllsammelaktion

Röddensen (r/bs). Normalerweise organisiert die Feuerwehr in Röddensen den jährlichen großen Rausputz. Doch wegen der Corona Pandemie können die Feuerwehren zurzeit keine Veranstaltungen durchführen. Zu groß wäre die Ansteckungsgefahr und zu wichtig ist es, die Einsatzbereitschaft der Feuerwehren zu erhalten.
In Röddensen fand das Dorfreinigen deshalb in diesem Jahr dezentral und Corona-konform statt. Am vergangenen Samstag zwischen 13.00 und 14.00 Uhr wurden an der alten Milchbank auf der Röddenser Dorfstraße die roten Säcke, die Aha hierzu ausgibt, an die Helferinnen und Helfer verteilt. Für jedes Team gab es eine andere Route, so dass alle Wege und Feldränder rings um Röddensen abgedeckt waren und sich keine Überschneidungen ergaben. Jedes Team bestand aus maximal zwei Haushalten und zusammen nie mehr als fünf Personen.
Überrascht waren die fleißigen Sammler von den Abfällen entlang der Bahn. Selbst da wo keine Wege verlaufen, fanden sie viele Flaschen und Müll in den Sträuchern neben den Gleisen. Mit Moos bewachsene Arbeitsschuhe, die Elke Fischer einsammelte, wirkten da fast wie ein Kunstwerk, ein Stillleben.
Etwas weniger Unrat befand sich an der Straße nach Kolshorn, da sich dort bereits in den vergangenen Wochen engagierte Bewohnerinnen und Bewohner des Nachbarorts ans Werk gemacht hatten. Den meisten Müll sammelte Clara Witzel mit ihrem Freund Stefan und ihrem Vater Andre entlang der Bundesstraße zwischen Röddensen und Ahrbeck.
Besonders ärgerlich waren dabei die vielen Fastfood-Verpackungen. Von Subway, KFC, McDonald's bis Burger King waren hier leider alle Ketten vertreten. Die  Bewohner Röddensens belohnten die ehrenamtlichen Sammler mit Stärkungen. Einige Haushalte stellten draußen Kaffee, Kuchen, Bockwürstchen, Süßigkeiten oder Getränke bereit.
Zum Teil gespendet vom Moorbäcker Otto Thiele oder finanziert von der Jagdgenossenschaft. Ansammlungen bei den Versorgungspunkten waren jedoch verboten. Auch wenn das gesellige Zusammensein im Feuerwehrhaus dieses Jahr nicht möglich war, war die Teilnahmebereitschaft für die Open-air Aktion doch enorm für den kleinen Ort. 31 große und kleine Helfer, verteilt auf zehn Teams, beteiligten sich am großen Rausputz und waren stolz auf ihren Beitrag zum Umweltschutz.