Programmieren mit den Jüngsten

Programmieren und Konstruieren stand an der Astrid-Lindgren-Grundschule auf dem Stundenplan. (Foto: Dana Noll)

„Robo+Tik“-Kurs begeistert die Viertklässler

Sehnde (dno). „Das macht richtig Spaß. Mein Fahrzeug fährt von ganz alleine“, jubelt Alexander aus der 4a. Der Grundschüler nimmt mit seinen Klassenkameraden an einem ganz besonderen Kurs teil. Erstmalig wurde an der Astrid-Lindgren-Grundschule das Technik-Projekt „Robo+Tik“ angeboten. Sehr zur Freude des vierten Jahrgangs, die an drei Tagen, jeweils aufgeteilt in zwei Gruppen, in das vielfältige Themengebiet des Programmierens hinein schnuppern konnten. Unterstützt wurden sie dabei von Christian Habecker, der auf spielerische Weise versuchte, die Kinder mit dem Thema vertraut zu machen – und vor allem zu begeistern.
„Die werthaltige Projekterfahrung der Kinder basiert auf einem bewährten Konzept. Die Schüler lernen hierbei altersgerecht zu Programmieren und ein Tablet sinnhaft, außerhalb des spielerischen Bereiches, einzusetzen“, erklärte Christian Habecker. Seit sieben Jahren arbeitet er in diesem Bereich und bringt die Faszination für Technik in die Klassenräume. Bereits mehr als 30 Schulen, viele darunter in der Region, so auch in Ahlten, Rethmar oder Lehrte, konnte er für den Kurs „Robo+Tik“ interessieren. Auch die Viertklässler der Astrid-Lindgren-Grundschule waren fasziniert von den vielen Möglichkeiten. „So etwas wäre toll für zu Hause, das macht großen Spaß“, so die Kinder.
Auch die Mädchen, die zwar etwas ruhiger in der Gruppe wirkten, waren in das Programmieren vertieft. „Die Jungen fahren schon Rennen mit ihren Fahrzeugen, aber insgesamt haben auch Mädchen viel Spaß an dem Kurs und sind mindestens genau so talentiert wie ihre Klassenkameraden“, erzählt Christian Habecker.
Vor dem Programmieren stand aber erst einmal das Konstruieren. So mussten die Mädchen und Jungen zu Beginn der Stunde in kleinen Forscherteams das Fahrzeugmodell selbst aufbauen, genutzt wurde dazu das Lego WeDo Education-Set 2.0.. Hierbei handelt es sich um ein handlungsorientiertes Lernsystem mit einem programmierbaren Bausatz. Danach ging es zum Programmieren an die Tablets. Dafür wurden spezielle Aufgaben festgelegt, die das Fahrzeug erfüllen sollte. Automatisches Stoppen mithilfe von Sensoren stand dabei genau so auf der To Do-Liste wie Geschwindigkeit erzielen oder Töne zu erzeugen.
„Die Kinder haben hier quasi einen Crash-Kurs bekommen. In einer AG hat man natürlich mehr Zeit und auch mal die Chance, Dinge selbst heraus zu finden“, so der Experte.
Eine feste AG könnte sich auch Schulleiterin Marina Woywodt gut vorstellen: „Dazu bedarf es natürlich der Bau-Sets sowie der Tablets, die sind jetzt nur geliehen und müssten dann angeschafft werden, dafür bräuchte es schon einen Sponsor.“