Platz drei für Florian Menklein

Das Überwinden der drei Meter hohen Wand war nur ein Detail im hoch anspruchsvollen TFA-Parcours in Mönchengladbach. (Foto: Privat)
 
Dritter Platz für Florian Menklein (rechts) bei der Siegerehrung. Deutscher Meister Feuerwehrfitness wurde Joachim Posanz aus Göttingen (links) und Europameister wurde Michal Brousil aus Tschechien. (Foto: Privat)

Extremes Leistungsniveau im Feuerwehr-Fitness-Wettkampf

SEHNDE (r/gg). Eine sportliche Erfolgsgeschichte, die dem leider viel zu früh verstorbenen Feuerwehrkameraden und Vater des „TFA“ („Toughest Firefighter Alive“) Armin Taube zu verdanken haben, über den gesagt wird, dass er Kollegen und Kameraden Werte mit auf den Weg gegeben hat, die ihr Leben positiv beeinflusst haben, erlebte am Pfingstwochenende in Mönchengladbach ihre 21. Fortsetzung. Knapp 200 Feuerwehrleute aus acht Ländern, darunter sieben Frauen, traten gegeneinander und gegen die Uhr an, um die Besten unter sich auszumachen.
Florian Menklein aus Höver bei Sehnde nahm zum zweiten Mal an diesem Wettkampf teil, der als einer der härtesten, wenn nicht sogar als der härteste, im Feuerwehrsport gilt. Seine Ergebnisse können sich sehen lassen – in seiner Altersklasse erreichte er in der Wertung für die deutsche Meisterschaft in 9:16 Minuten den dritten Platz und damit den Sprung auf das Treppchen. Diese Zeit bedeutete für die Europameisterschaftswertung den achten Platz und in der Gesamtwertung Platz 60. Deutscher Meister in 6:08 Minuten wurde Joachim Posanz aus Göttingen und Europameister wurde Michal Brousil aus Tschechien in 5:48 Minuten.
In einem Zeitfenster von 40 Minuten galt es, in jeweils maximal vier Minuten, an vier kräftezehrenden Stationen Aufgaben zu erfüllen, die dem Einsatzgeschehen nachempfunden waren. Dieses geschah in voller Einsatzbekleidung und zum Teil mit angeschlossenem Atemschutzgerät. Als erstes mussten Schläuche an eine Pumpe angeschlossen, ausgezogen und wieder aufgerollt werden. An Station zwei wurde unter Zuhilfenahme eines Hammers ein Gewicht bewegt, es wartet ein 80 Kilo schwerer Dummy der 70 Meter weit transportiert werden musste, danach ging es mit Gewicht durch den Kriechtunnel und am Ende standen die Aktiven vor einer drei Meter hohen Wand, die mittels eines Seils überwunden werden musste. Station drei: Steckleiter aufrichten, zwei Kanister á 15 Kilo in den zweiten Stock transportieren, 27 Kilo Material nach oben ziehen, mit den Kanistern wieder nach unten, ohne eine Stufe auszulassen, um am Ende Fingerfertigkeit beweisen: ein Mundstück auf ein Strahlrohr aufschrauben. Von der letzten Station behaupten die Feuerwehrsportler, dass sie eigentlich nur noch eine Kopfsache ist: 15 Etagen vom Keller in den 14. Stock des Elisabeth-Krankenhauses Rheydt, Teil der Städtische Kliniken Mönchengladbach GmbH, die dankenswerterweise Räume und Gelände für diese Veranstaltung regelmäßig zur Verfügung stellt.
Im nächsten Jahr findet der „TFA“ gleich zweimal statt. Als erstes wieder in Mönchengladbach und dann im Rahmen der „World Firefighter Games“, die Weltmeisterschaft der Feuerwehrleute, in Aalborg/Dänemark. Hier hat sich Florian Menklein schon einen Startplatz gesichert.