Plädoyer für das Ehrenamt

Teilnehmer der Jugend-Politik-Tage: Taylor Huare. (Foto: Privat)

Beitrag zweier KGS-Schüler zur Bundespolitik

Sehnde (gg). Ihre Meinung haben die zwei KGS-Schüler Massi Husen und Taylor Hoare in das Forum „Jugend-Politik-Tage“ eingebracht und damit auf Bundesebene agiert, denn das Familienministerium führte Regie und versprach, die Ergebnisse zu berücksichtigen, um eine „jugendgerechte Zukunft“ zu gestalten. Ausdrücklich erwünscht und erbeten war Teilnahme von jungen Menschen zwischen 16 und 27 Jahren aus ganz Deutschland. Rund eintausend Bewerbungen gab es, und die Sehnder Schüler gehörten zu den 550 Auserwählten, die mitgemacht haben. Es gab 25 verschiedene Arbeitsgemeinschaften, in denen Konzepte aus dem eigenen Lebensumfeld und Alltag erarbeiten und diskutieren werden sollten. Massi Husen und Taylor Hoare diskutierten zum Arbeitstitel „Vielfalt der Jugendkulturen“ und entwickelten Strategien, wie Jugendkultur attraktiver und zugänglicher gestaltet werden kann. Taylor Hoare, der auch KGS-Schülersprecher ist, schreibt dazu: „Viele Jugendliche konsumieren Unterhaltung, was mittlerweile beispielsweise mit Streaming-Diensten einfacher denn je ist. Gleichzeitig sind die Berührungspunkte mit unterhaltender Kunst dadurch distanzierter. Jugendkultur entsteht nämlich nicht in Hollywood, sondern vor allem in den eigenen vier Wänden. Darum sind auch lokale Beteiligungsmöglichkeiten gefragt, um Jugendliche dazu zu motivieren, Kunst nicht nur zu konsumieren, sondern sie mit diesem Input auch zu produzieren.“ Massi Husen schreibt: „Aufgrund der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie fallen leider viele Anlaufstellen für politisches Engagement wie beispielsweise kommunalpolitische Veranstaltungen weg, wodurch konkreter, eigener politischer Einsatz erschwert ist. Die Jugend-Politik-Tage sind insofern gleichzeitig eine vielversprechende Möglichkeit, als auch eine spannende (bundespolitische) Aufgabe.“
Taylor Hoare ist überzeugt: „Freiwiligenarbeit in jeglicher Funktion - ob in Vereinen, Feuerwehren oder politisch - unverzichtbar für eine gut funktionierende Gesellschaft. Die gemeinsame Arbeit baut Brücken über sprachliche oder kulturelle Grenzen hinweg, wie es sonst kaum möglich ist. Insbesondere für Jugendliche ist es wichtig, früh solche Verbindungen aufzubauen, die Unterschiede zwischen einander kennenzulernen und sich gemeinsam auf Regeln zu einigen, die für alle in Ordnung sind. Der Raum für diesen Prozess ist in der Schule leider häufig nicht gegeben und muss daher wo anders stattfinden wie beispielsweise im Fußball-Verein. Leider findet Vereinssport immer weniger Anklang und wurde durch Corona weiter geschwächt. Ich hoffe, diesem Trend zumindest ein bisschen entgegenwirken zu können.“