„Papa Is A Rolling Stone“

Organisatorin und Kantorin Birgit Queißner (von links) wird sich beim „MännerBandWorkshop50+“ höchstens als Besucherin des Werkstattkonzerts am Samstag Abend zeigen, wenn die Teilnehmer sich zusammen mit Andreas Hülsemann und Andreas Weber schon ordentlich eingegroovt haben – Pastor Uwe Büttner holt den Workshop nach Sehnde. (Foto: Susanna Veenhuis)
 
Gitarren-Riffs und Schlagzeugwummern wird vom 13. bis 15. September im idyllisch gelegenen Gemeindehaus an der Kreuzkirche zu hören sein, denn „Papa Is A Rolling Stone“ lautet das Motto des Musikworkshops. (Foto: Susanna Veenhuis)

Kirchenkreis bietet Band-Workshop für Männer über 50 an

BURGDORF-LEHRTE-SEHNDE (sv). Wenn aus Kellern oder Dachstühlen demnächst E-Gitarren kreischen und Schlagzeug-Gewummer die Wände zum Wackeln bringt, kann die Ursache tatsächlich beim Kirchenkreis Burgdorf liegen: Unter dem Motto „Papa Is A Rolling Stone“ bietet bietet der Kirchenkreis im September einen Band-Workshop speziell für Männer an. Es gilt, verschüttete Talente und begrabene Träume wieder ans Licht zu bringen, wenn sich männliche Hobbymusiker im Sehnder Gemeindehaus versammeln, um gemeinsam den Rocker 'rauszulassen. Egal, ob Anfänger oder Könner an Gitarre, Bass, Schlagzeug, Trompete und Saxophon, Mundharmonika, Gesang, Keyboards und Quetschkommode, alle sind willkommen beim „MännerBandWorkshop 50+“ vom 12. bis 15. September. Die Anmeldung kann direkt bei Anreas Hülsemann, Bockstraße 33 A in 30699 Hemmingen, per Email an contact@bandworkshop50plus.de oder via Internet unter www.bandworkshop50plus.de erfolgen, wo sich auch weitere Informationen finden. Die Teilnahmekosten betragen inklusive einem Mittag- und einem Abendessen 125 Euro, Anmeldeschluss ist der 30. Juni.
Die Idee dazu hatte der Sehnder Pastor und Männerbeauftragte des Kirchenkreises, Uwe Büttner. In die Wege geleitet wurde das Projekt von der Lehrter Matthäus-Kantorin Birgit Queißner, die auch für Populärmusik-Veranstaltungen im Kirchenkreis zuständig ist.
„Wir wollen diejenigen ansprechen, die schon länger die Sehnsucht in sich tragen, wieder oder überhaupt mit Musikmachen anzufangen“, sagt Andreas Hülsemann, Initiator, und Koordinator zahlreicher Bandprojekte und Leiter des Netzwerks Popularmusik in der niedersächsischen Landeskirche. Er selbst ist Pianist und Bandmusiker. Wie gut die Workshop-Teilnehmer ihre Instrumente beherrschen, spielt keine Rolle, versichert Hülsemann. „Wir wollen einfach mal zusammen Musik machen, egal was und welches Niveau.“ Das Programm startet am Freitag mit einem gemeinsamen „Eingrooven“. Da finde schon bald jeder seinen Platz in der Band, erklärt Andreas Weber. Der Gitarrist aus Pattensen hat selber am ersten dieser Band-Workshops teilgenommen ud war so begeistert, dass er gleich in die Organisation mit eingestiegen ist. Das Sehnder Musikwochenede ist der mittlerweile siebente Workshop. „Wir halten aber niemandem ein Kircheneintrittsfromular unter die Nase“, sagt Uwe Büttner.
Damit aus den unterschiedlichen Charakteren mit verschiedenen Instrumenten auf unterschiedlichem Niveau tatsächlich eine Band wird, arbeiten insgesamt vier Teamer mit den Rock-Papas. Neben Hülsemann werden auch Mario Ehrenberg-Kempf, Detlef Herrmann und Til von Dumbois die Teilnehmer coachen. Denn: „Gute Bandmusik braucht gute Anleitung“, weiß Hülsemann. Dozent und Bassist Ehrenberg-Kempf ist auch Komponist, Arrangeur und Bandleader. Herrmann ist staatlich anerkannter Lehrer für E-Gitarre und Bass. Til von Dombois mag manchem aus der Vokalband „5 vor der Ehe“ bekannt sein, er ist Popkantor in der evangelischen Landeskirche und Spezialist für Vocal Coaching, Songwriting und Producing.
„Am Samstag Abend wird es schon ein kleines Werkstatt-Konzert geben“, verspricht Hülsemann, „dabei ist dann schon einigen das Herz aufgegangen.“ So mancher habe seine Talente neu entdeckt und weiterentwickelt, sich ebventuell sogar als Sänger ans Mikro getraut; „geborene“ Frontleute wurden entdeckt, teilweise habe es direkt im Workshop schon Bandgründungen gegeben, sagt Weber.
„Wir freuen uns schon wieder darauf, wie instantly - also ganz schnell – eine intensive Stimmung und eine solidarische Gemeinschaft entsteht, in der man zusammen Musik macht“, erklärt Hülsemann. „Es macht so Spaß und ist ein tolles Erfolgserlebnis, wenn man nach einer Stunde schon ein hörbares Stück zusammen spielen kann!“