On tour für den guten Zweck

Die Junggesellschaft Bolzum machte wieder einen Stopp bei Ortsbürgermeisterin Dr. Silke Lesemann (rechts). (Foto: Dana Noll/JGS)

Traditioneller Umzug der Junggesellschaft Bolzum

VON DANA NOLL

BOLZUM/SEHNDE. Seit 1969 zieht am Samstag vor Rosenmontag die Junggesellschaft Bolzum verkleidet durch ihr Dorf. Immer mit dabei: ein Bollerwagen, viel gute Laune und ein Klingelbeutel! Damit gehen sie von Tür zu Tür, um kleine Geldspenden für den guten Zweck zu sammeln.
Auch in diesem Jahr waren etwa 22 Junggesellen wieder on tour. Neu dabei, Mirko Zörner, der als Eierfrau verkleidet seine Feuertaufe bei dem Umzug meisterte. Gestartet wurde traditionell am Dorfladen, von dort ging es durchs Oberdorf ins Neubaugebiet in Richtung Ortsausgang. Hier gab es die erste Straßensperre – „die Autofahrer nahmen es mit Humor“, berichtet Mario Herschel, „Die meisten haben gerne gespendet, nachdem wir ihnen von unserer Tradition berichtet haben.“ Danach ging es über den Anger zur Ortsbürgermeisterin Silke Lesemann. Hier konnten sich die Junggesellen ordentlich mit Linsensuppe und Chilli con Carne stärken, bevor es weiter in das Unterdorf zur Schmiede- und Marktstraße ging. Den Abschluss bildete das Eierbraten im Ponyclub.
Neben "Barem" gab es auch in diesem Jahr wieder kleine "Sachspenden" wie den „ein oder anderen Schluck für gleich oder später“.
„Es hat wieder viel Spaß gemacht und die Bewohner*innen im Dorf haben gern die Türen geöffnet und etwas gespendet“, erzählt Mario Herschel, der seinen 1. Vorsitz an David Juling abgegeben hat, als 2. Vorsitzender agiert nun Dennis Karguth.
Nun hofft die Junggesellschaft wieder auf eine ordentliche Summe, die dann an eine Institution im Ort gemäß dem Motto „Von Bolzum für Bolzum“ übergeben werden kann. In der Vergangenheit wurde hauptsächlich der Kindergarten bedacht, der das Geld in Ausflüge oder Anschaffungen für die Kinder investierte. „Eine gute Investition“, finden die Junggesellen, die früher selbst einmal den Bolzumer Kindergarten besucht hatten.