Nisthilfe für Störche errichtet

Wolfgang Großmann (von links), Heike Busse-Reinicke, Ulf Schärling, Elisabeth Schärling und Sarah Piesik beim Auspolstern des Storchennestes. (Foto: Privat)

Elisabeth Schärling realisiert lang gehegten Plan

Sehnde-Höver (r/gg). Als Anwohnerin hat Elisabeth Schärling seit vielen Jahren den Wunsch, für Störche eine Nisthilfe aufzustellen. Mit entsprechender Initiative hat sie Unterstützer gewinnen können. Zusammen mit der Firma Holcim, den Ortsratkandidaten des CDU-Ortsverbands und den Landwirten Ernst Wigger Junior und Senior wurde auf einem Feld der Firma Holcim kurz vor der höverschen Mittellandkanalbrücke das Nest aufgebaut. „Ich kann es noch gar nicht glauben, da ist wirklich ein Traum in Erfüllung gegangen“, sagt Elisabeth Schärling. Ursprünglich sollte ein Telegraphenmast als Stütze dienen. Da diese aber mittlerweile als Sondermüll gelten, wurde dieser Plan verworfen. Da es auch um einen geeigneten Standpunkt ging, setzte sich Elisabeth Schärling mit der Firma Holcim in Verbindung. Hier stieß sie beim Werksleiter Stephan Hinrichs auf offene Ohren. Er sagt: „Wir unterstützen gerne Aktivitäten, die der Allgemeinheit zu Gute kommen und setzen uns auch für Umwelt- und Naturschutz ein.“ Holcim-Mitarbeiter Detlef Busse konstruierte mit einigen Auszubildenen das eigentliche Nest, den Masten und das Fundament. Das Nest wurde dann von Elisabeth Schärling und den Ortsratkandidaten der CDU-Höver mit Weidenästen als Nisthilfe vorbereitet. Mithilfe eines Baggers und eines Treckers von Landwirt Ernst Wigger konnte das solide Storchennest aufgerichtet werden. „Alle haben super geholfen“, berichtet Elisabeth Schärling. Besonderer Dank gehe an die Firma Holcim für das Material und die Vorarbeit. Auch die Firma TSN Beton aus Höver habe das Projekt unterstützt. Beim Aufstellen seien immer wieder Frösche unter dem Nest herumgehüpft und mussten verscheucht werden, so Elisabeth Schärling. Das Nest steht ganz in der Nähe des Mergelbruchs und der Biotope am Kanal, so dass eine Storchenfamilie dort genug Nahrung finden sollte. Der Umweltbeauftragte der Firma Holcim, Björn Torben Neuhaus, ergänzt, dass der Standort von Biologen auch als geeignet angesehen wird. Im Nachbarort Bilm sind in den letzten vier Jahren elf Jungstörche groß geworden. So ein Erfolg ist nur bei einem guten Nahrungsangebot möglich. Elisabeth Schärling denkt mit Humor an das nächste Frühjahr. Scherzhaft sagt sie: „Nun muss nur noch im Frühjahr ein Storchenpaar dort einziehen. Wir werden deshalb wohl noch einen Wegweiser aufstellen.“