Neues Konzept für Grundschüler in Höver

Katharina Fischer stellt das neue Betreuungskonzept für Grundschüler in Höver in der Stadtverwaltung vor. (Foto: Gabriele Gosewisch)

Betreuung am Nachmittag ausgeweitet, Stadtverwaltung entlastet Eltern finanziell

SEHNDE (gg). „Wir wollen den Eltern flexible Lösungen bieten und Parallel-Strukturen vermeiden“, sagt Bürgermeister Carl Jürgen Lehrke zum neuen Betreuungskonzept für Schüler in Höver. Ganztagsbetrieb in der Grundschule und Hort samt Betreuungspersonal besser als bisher aufeinander abstimmen und genug Plätze bereitstellen war auch die politische gefasste Vorgabe nach Ratsbeschluss. Katharina Fischer, Leiterin der städtischen Abteilung Kitas und Jugend, hat seit Winter 2017 gemeinsam mit Vertretern aus Politik, Verwaltung, Grundschule, Hort und Elternschaft einen Plan erarbeitet. Der Prozess wurde extern durch das Planungsbüro „BeTa - Die Beratungs- & Trainingsakademie“ begleitet und koordiniert. Buchbare Betreuungszeiten, in drei wählbaren Modulen, wurden den Eltern der Grundschüler in Höver bereits Mitte Dezember zur Auswahl gestellt. In diesen Tagen läuft die Anmeldefrist ab, und schon mit Beginn des zweiten Halbjahres Anfang Februar geht es los. Betreuungszeit ist montags bis donnerstags von 15.20 bis 17 Uhr, und freitags von 13 bis 17 Uhr. In allen Schulferien, mit Ausnahme der Kita-Schließzeiten, wird eine Ferienbetreuung für alle Grundschüler in Höver angeboten, die wochenweise gebucht werden kann. Unabhängig davon bleibt die Schulferienbetruung in Sehnde bestehen wie bisher. Katharina Fischer betont die finanzielle Entlastung der Eltern in Höver, die mehrere Hundert Euro im Jahr weniger als bisher betragen könne. Wer die volle Betreuungswoche nutzt, zahlt mit den neuen Modulen 61 Euro pro Monat. Seitens der Stadtverwaltung gibt es die Hoffnung, mit den neuen Konzept nicht mehr ad hoc mit steigendem Betreuungsbedarf der Eltern weitere Hortplätze bereitstellen zum müssen. Gelingen könne dies über die bessere Raumnutzung für die Nachmittagsbetreuung im Schulgebäude.
Das neue Konzept führt zu Mindereinnahmen in der Stadtkasse, weil die Gebühren für die neue nachschulische Betreuung geringer sind, als die bisherigen Hort-Gebühren. Auf eine Hortgruppe (20 Betreuungsplätze) gerechnet bedeutet dies ein Minus von 11.000 Euro, wenn alle 20 Kinder die Komplettbetreuung und die Ferienbetreuung buchen. Verzichtet wird mit dem neuen Konzept auch auf den Personalkostenzuschuss des Landes in Höhe von 10.000 Euro.
„In Höver bestand Handlungsbedarf“, erklärt Bürgermeister Carl Jürgen Lehrke. Bei steigenden Schülerzahlen hätten das bisherige Hortangebot nicht ausgereicht. Derzeit werden sieben Klassen in den vier Jahrgängen an der Grundschule Höver unterrichtet. Auf Ganztagsbetrieb wurde die Schule im Jahr 2017 umgerüstet. Die bisherigen Hort-Mitarbeiterinnen werden im neuen Konzept weiterarbeiten. Ob und in wieweit andere Grundschulen in Sehnde ebenfalls neue Betreuungskonzepte bekommen, sei derzeit völlig offen, so die Anmerkung des Bürgermeisters, denn jeder Schulstandort habe andere Voraussetzungen.