Neue Straßenleuchten entlasten Stadtkasse Sehnde um 64.000 Euro pro Jahr

Bürgermeister Carl Jürgen Lehrke (rechts) wagt sich in luftige Höhe, um mit dem Steiger Jürgen Bicknese die Umrüstung zu simulieren. (Foto: Horst-Dieter Brand)

Ein Beitrag von Horst-Dieter Brand - Klimaschutzprogramm wird durch Fördermittel des Bundes begünstigt

SEHNDE (hdb). Mit ihrem genehmigten Haushaltsplan 2012 hat die Stadt Sehnde die Weichen für weitere Fortschritte in ihrem Klimaschutz-Aktionsprogramm gestellt. Derzeit werden 845 Straßenlaternen auf sparsamere LED-Technik umgerüstet. Den finanziellen Einspareffekt beziffert die Kommune auf 64.000 Euro pro Jahr.
Ein Laternenkataster für das gesamte Stadtgebiet war Grundlage für das Erneuerungskonzept. Das Ergebnis der Erhebung: 845 von insgesamt 3.000 Straßenlaternen werden mit der neuesten Technik ausgestattet. Dafür investiert die Stadt laut Fachbereichsleiter Godehard Kraft rund 560 000 Euro. Das Projekt wird mit 130.000 Euro vom Bundesumweltministerium gefördert und soll sich in knapp sieben Jahren amortisiert haben. Ziel sei eine Energieeinsparung von mindestens 60 Prozent.
Die neuartigen, Licht emittierenden Dioden (LED) verbrauchen bei gleicher Lichtqualität wie die bisherigen nur noch 20 statt 80 Watt. Das ergibt, wie der beim Energieversorgungsunternehmen e.on für Straßenbeleuchtung zuständige Fachmann Roland Seifert bei einem Lokaltermin in der Kernstadt vorrechnete, eine Einsparung von 356 000 Kilowattstunden. Der Ausstoß von Kohlendioxyd werde um 213 Tonnen pro Jahr verringert, zeigten sich Kraft und Seifert überzeugt.
Seine Mitarbeiter haben mit der Umrüstung bereits in den Ortsteilen Bilm und Ilten begonnen. Die Umrüstung in den anderen Ortsteilen und in der Kernstadt sollen bis Jahresende abgeschlossen sein, sagte der städtische Experte Godehard Kraft voraus. „Wir profitieren sofort nach der Umstellung auf diese wirtschaftliche Lösung“, versprach er.
Und durch die neuartige Lampenform und die LED-Technik- anstelle der bisherigen pilzförmigen Beleuchtungskörper mit Quecksilberlampen - würden „auch keine Büsche und Gartenhäuschen in den Vorgärten mehr beleuchtet“, scherzte Bürgermeister Carl Jürgen Lehrke vor Ort.