Neue Anstaltsleiterin begrüßt

Justizministerin Barbara Havliza zu Gast in Sehnde

SEHNDE (r/gg). Justizministerin Barbara Havliza hat am Montag in der Sehnder Justizvollzugsanstalt die neue Anstaltsleiterin Regina Weichert-Pleuger feierlich in ihr Amt eingeführt. Die Ministerin würdigte in ihrer Ansprache die bisherigen Verdienste von Regina Weichert-Pleuger als Leiterin der JVA Rosdorf: „Mit der Einrichtung der Sicherungsverwahrung in Rosdorf meisterten Sie eine Ihrer größten beruflichen Herausforderungen mit Bravour. Die Bandbreite dieser Aufgabe war enorm: Der Bau, die Konzeptentwicklung, aber auch die Gewinnung der Mitarbeiter für ein solches Projekt musste professionell organisiert werden.“ Für die Tätigkeit in der Vollzugsanstalt in Sehnde wünschte die Ministerin der neuen Leiterin alles Gute: „Sie bringen neue Ideen und frischen Wind in die Anstalt. Sie sind aber auch erfahren genug, um Bewährtes nicht ohne weiteres über Bord zu werfen. Die Mitarbeiter in Rosdorf haben Sie nur schweren Herzens gehen lassen. Das ist ein äußerst gutes Vorzeichen für Ihre Tätigkeit in Sehnde.“
Auch das Wirken der ausgeschiedenen Anstaltsleiterin Krimhild Timmermanns-Eike würdigte die Justizministerin. „Krimhild Timmermans-Eike hat die JVA Sehnde bis zu ihrem Ruhestand im vergangenen November erfolgreich geleitet und geprägt. Beim Thema Gesundheitsmanagement im niedersächsischen Justizvollzug hat sie Pionierarbeit geleistet. Mit ihrer Leitung in Sehnde besonders verbunden ist zudem der Aufbau einer Abteilung mit psychiatrischem Schwerpunkt.“
Die Justizvollzugsanstalt Sehnde ist eine der größten Anstalten des Landes Niedersachsen. Sie wurde als viergeschossiger Winkelkammbau auf einem 15,4 Hektar großen Grundstück errichtet und im Jahr 2004 in Betrieb genommen. Die Anstalt verfügt über 534 Haftplätzen, davon 438 für Strafgefangene und 96 für Untersuchungsgefangene. Die fünf Hafthäuser der Anstalt sind in neun Vollzugsabteilungen mit 29 Stationen unterteilt. Eine zusätzliche medizinische Abteilung bietet die Möglichkeit, psychiatrisch erkrankte Inhaftierte stationär unterzubringen.