"Nein, wir fürchten uns nicht"

Beim Kinderkirchentag an der Mittelstraße waren Aktion und Spiele zum Thema Reformation Programm. (Foto: Kirchengemeinde Sehnde)

Kinderkirchentag am Reformationstag

SEHNDE (r/gg). 40 Kinder aus Sehnde, Haimar und Rethmar haben am Reformationstag in der Kirchengemeinde Sehnde Strategien gegen die Angst entwickelt. Im dunklen Kirchturm stellten die Kinder fest, dass sie so manchem Schrecken standhalten können. Sie haben Angstmauern eingeworfen und bei den Glocken im Kirchturm Mut geschöpft. Bilder, die Angst machen, lösten sich vor der Kirche in Rauch auf. Pastorin Damaris Frehrking stellt fest: „Wir haben gemerkt, dass man gemeinsam ganz gut gegen die Monster und Angstmacher dieser Welt angehen kann. Im gut gefüllten Gottesdienst brachten wir im Gedenken an Allerheiligen Lichter auf den Kirchhof und erinnerten daran, dass Martin Luther sogar seine Angst vor dem Tod überwinden konnte. Als er im Sterben lag, freute er sich, Gott bald zu sehen und machte noch einen Witz: „Wenn ich wieder heim gen Wittenberg komme, so will ich mich alsdann in Sarg legen und den Maden einen feisten Doktor zu essen geben!“ Pastorin Damaris Frehrking sagt: "Der Reformationstag gerät zunehmend gegenüber dem bunten Gruseltreiben von Halloween in den Hintergrund. Als Kirche wollen wir Halloween nicht pauschal verteufeln. Stattdessen haben wir versucht, die Verbindung von Luthers Erkenntnissen, Allerheiligen und Halloween klarzumachen. Wenn wir gruseln und damit unsere eigenen Ängste auslachen, zeigen wir, dass wir mit Gottes Hilfe allen Monstern dieser Welt Widerstand leisten können und dass der Tod nicht das letzte Wort über uns hat."