Nach Rock- und Pop-Songs Hommage an Heinz Erhardt in Sehnde

Mitreißende Hommage an das große Vorbild: „Ein bisschen Clown sein …“ will Thomas Rothfuß, Buchautor über Heinz Erhardt, auch in seiner musikalischen Lesung nächsten Sonntag auf „Heiner's Alm“. (Foto: Agenturfoto Thomas Rothfuß)
 
Jahrzehnte Bühnenerfahrung führen am nächsten Samstag durch Jahrzehnte der Rock- und Popgeschichte: Thomas Rothfuß (li.) und Jogi Link am Piano bieten auf der urgemütlichen „Heiners Alm“ kuschelige Ohrwürmer. (Foto: Bandfoto message blue)
SEHNDE. Nach Rock- und Popsongs „unplugged“ am Samstag, eine musikalisch unterlegte Rückbesinnung auf den „sonnigen“ Humor von Heinz Ehrhardt am Sonntag: Auf der urgemütlichen „Alm“ im Sehnder „Heiner's“, Iltener Straße, steht am nächsten Wochenende ein attraktives Veranstaltungsdoppel auf dem Programm, in dessen Mittelpunkt der vielsaitige Künstler Thomas Rothfuß steht.
Im Doppelgesangsduo „message blue“ macht er am Samstag, 30. Oktober, gemeinsam mit seinem kongenialen Partner Jogi Link den Aufschlag mit unplugged dargebotenen kuscheligen „Ohrwürmern“ der Rock- und Popgeschichte.
Am Sonntag, 31. Oktober, bietet Thomas Rothfuß, passend zum Ende der Sommerzeit, in einer musikalischen Lesung aus seinem Buch „Ein bisschen Clown sein“ über Heinz Erhardt zudem eine mitreißende Hommage an dessen „sonnigen“ Humor.
Beide Veranstaltungshighlights beginnen um 20.00 Uhr mit Einlass bereits ab 19.30 Uhr und kosten jeweils acht Euro Eintritt. Der Vorverkauf im „Heiner's“, Telefon (05138) 44 33, läuft bereits auf Hochtouren.
Seit knapp sechs Jahren ist nun das bekannte Gesangsduo „message blue“ mit den beiden Brettener Musikern Thomas Rothfuß und Jogi Link bundesweit in Clubs, Kneipen und auf Theaterbühnen unterwegs und begeistert mit ausschließlich „unplugged“ vorgetragenen Rock- und Popsongs der Musikgeschichte, vornehmlich aus den sechziger und siebziger Jahren, eine bereits riesengroße Fangemeinde.
Das Repertoire der beiden Künstler umfasst neben einigen selbst geschriebenen Stücken, vor allem Songs und Hits weltbekannter Musikgrößen wie John Denver, Neil Young, Simon & Garfunkel, Donovan oder den Beatles.
Regelmäßig ist das Duo „message blue“ zwischen Hamburg und München „on Tour“, wie beispielsweise in Deutschland’s größter Westernstadt „Pullman City“ in Eging am See, im Berliner „Brauhaus Spandau“ oder im „Rock-Cafe“ des Europaparks in Rust, oder auf verschiedenen Kreuzfahrtschiffen in aller Welt - und nun am nächsten Samstag im Sehnder „Heiner's“.
Er hat Generationen zum Lachen, aber auch zum Nachdenken gebracht. Mal zerstreut, mal tollpatschig und immer hintersinnig im Umgang mit der deutschen Sprache. 1979 verstarb der große deutsche Komiker, Humorist, Musiker, Schauspieler und Entertainer Heinz Erhardt im Alter von 70 Jahren. Sein Lebenswerk jedoch ist unvergessen, seine Fangemeinde beständig groß.
Am 20. Februar 2010 wäre er 101 Jahre alt geworden. Klar, dass dieses Jahr seitdem als großes „Heinz Erhardt-Gedächtnis-Jahr“ begangen wird. Einer der seit dem Geburtstag im Februar das Andenken an Heinz Erhardt ganz besonders bewahrt und weiter verbreitet, ist sein größter Fan: Thomas Rothfuß.
Der Musiker, Sänger und Autor aus Bretten, hat seit seinem 14. Lebensjahr eine ganz besondere Beziehung zu dem unvergessenen Humoristen. „Als ich damals das große Heinz Erhardt-Buch geschenkt bekam, habe ich es nicht nur gelesen – ich habe es förmlich verschlungen“, erinnert sich Rothfuß. „Viele seiner Gedichte und Werke lernte ich spielend auswendig und meine ersten eigenen Reime entstanden“.
Thomas Rothfuß schlägt zunächst eine erfolgreiche Karriere ein, im Duo „Thomas & Thomas“ gewinnen sie 1987 die Goldene Stimmgabel als beste Nachwuchskünstler und nehmen 1988 beim Grand-Prix Eurovision teil. Danach gründet der Brettener die Volksmusik-Formation „Die Schäfer“, mit der er 10 Jahre ganz oben mitschwimmt. Doch immer bleibt die Zeit, lustige Geschichten und Reime, kleine Narreteien und Spötteleien im Stile seines großen Vorbildes, Heinz Erhardt, festzuhalten. „Im Stile von Erhardt, ja – aber nicht kopiert“, macht Rothfuß seine geistigen Urheberrechte geltend. „Es macht mir einfach Spaß, mit hintersinnigen, lustigen oder nachdenklichen Wortspielereien den Dingen auf den Grund zu gehen.“
Nach dem Weggang von den Schäfern war es dann 2001 soweit: Thomas Rothfuß bringt seine bis dahin gesammelten Werke als Buch auf den Markt. Mit Gedichten, Aphorismen und Limericks und dem Titel des Buches „Ein bisschen Clown sein“, beschreibt der Künstler auch irgendwie sein eigenes Lebensmotto.
Mit seinem ersten Buch, der Gitarre und seiner Stimme zieht Rothfuß fortan durch die Lande, um Säle zu füllen und sein Publikum mit seinem humoristischen und kurzweiligen Programm zu begeistern. Seine Lesungen unterbricht er dabei immer wieder, um eigen komponiertes, lustiges Liedgut zur Auflockerung einzustreuen, so kommt eben wieder der leidenschaftliche Musiker durch.
Bei einem Auftritt im Jahre 2003 lernt Thomas Rothfuß die jüngste Tochter Heinz Erhardt’s kennen. Marita Erhardt ist auf Anhieb von diesem Künstler begeistert und bescheinigt ohne zu zögern: „Ich habe in den Gedichten und Reimen von Thomas sofort die Liebe zu meinem Vater herausgehört“. Sie ermuntert Thomas Rothfuß auch immer wieder: „Mach’ weiter, Du wirst es bestimmt schaffen“!
Rechtzeitig zum 100. Geburtstag von Heinz Erhardt im Februar 2009 erschien das zweite Buch von Thomas Rothfuß mit dem Titel: „Wenn ich ein Maulwurf wär“. Marita, die Tochter des großen Komikers schreibt das Vorwort – eine tolle Freundschaft ist entstanden, die nun schon lange anhält!
Wer sich, musikalisch begleitet, am letzten Tag der Sommerzeit mit dem „sonnigen“ Humor im Stile von Heinz Erhardt das Herz erwärmen lassen und unter kundiger Anleitung an den Altmeister erinnern lassen will, ist am nächsten Sonntag, 31. Oktober, im „Heiner's“ goldrichtig. Aber Vorsicht: Im „goldigen“ Humor von Thomas Rothfuß lebt Heinz erhardt wieder auf, und das heißt: Absolute Gefahr für die Lachmuskeln …