Nach 21 Monaten klärt die Polizei Einbruch in Sehnder Kita auf

Blutspuren vom verletzten Mehrfachtäter bringen den Beweis

SEHNDE (r/kl). In der Nacht vom 19. auf den 20. Januar 2009 (!) beging ein bislang unbekannter Täter einen Einbruch in die Kindertagesstätte Sehnde-West im Wilhelm-Henze-Weg. Anhand von hinterlassenen Blutspuren konnte ihm die Tat jetzt endgültig zugeordnet werden.
Der Einstieg erfolgte durch ein Fenster auf der Südseite, es wurde aufgedrückt und
aufgehebelt, anschließend wurden Büros und weitere Räumlichkeiten der Kita durchsucht. Entwendet wurde aber nichts. Offensichtlich hatte der Täter nach Bargeld gesucht.
Aber er hinterließ den Ermittlern seine Visitenkarte: Auf einem Tisch konnten seinerzeit Blutspuren festgestellt werden, die nunmehr nach Auswertung durch das LKA Niedersachsen einem 51-jährigen Mann aus Helmstedt zugeordnet werden konnten, der sich seit 21. September 2009 wegen eines anderen Diebstahlsverfahrens in Strafhaft befindet.
In der Tatnacht kam es noch zu zwei weiteren Einbruchsversuchen in Sehnde (Kita
Ladeholzstraße und in einen Betrieb in der Egestorffstraße). Aus polizeilicher Sicht wird vermutet, dass sich der Verdächtige bei den dortigen Versuchen verletzt haben könnte. Hier wurde nämlich die Verglasung der Fenster eingeschlagen und durch die entstandene Öffnung gegriffen. Da die Fenster aber gesondert gesichert waren, fand kein Betreten der Räumlichkeiten statt.
In derselben Tatnacht kam es auch in Lehrte zu einem Einbruch in eine Arztpraxis in der Bahnhofstraße. Der Verdächtige erbeutete hier Bargeld aus einer Geldkassette.
Aufgrund der Ermittlungsergebnisse wird der 51-jährige auch für diese Taten verantwortlich gemacht. Er selbst schweigt noch zu allen Tatvorwürfen.