MTV Wassel feierte stimmungsvolles Schützenfest mit viel Humor

Die Majestäten des Wasseler Festes (v.l.): Altkönig Dirk Rulff, Scheibenträger Chris Rühmkorf, Jungkönig Joachim Hein, Damenkönigin Erika Nowak, Scheibenträger Thorsten Strüven, Jugendkönigin Lea Büttner und der Sieger auf der Jubiläumsscheibe, Sven Lässig. (Foto: MTV Wassel/Claus-Friso Gellermann)
 
Was sonst verborgen bleibt: Sigmund Freud, gespielt von Michael Rahlves (re.), deutete – zum Nachspielen – die Träume von Jungkönig Joachim Hein. (Foto: MTV Wassel/Claus-Friso Gellermann)

Schützenmajestäten mit viel Schabernack „aufs Korn“ genommen

SEHNDE/WASSEL (r/kl). Es ist gute Wasseler Tradition, dass die Schützen sich selbst
und vor allem ihre Könige beim Schützenfest „aufs Korn nehmen“. So werden beim
Scheibenaufhängen die Eigenschaften des jeweiligen Königs in kleinen, liebevoll ausgearbeiteten ironischen Darbietungen verarbeitet, um für spaßige Unterhaltung zu sorgen.
In diesem Jahr musste Jugendkönigin Lea Büttner eine Vielzahl von Aufgaben erledigen, um das 100-jährige Abitur zu erlangen. Die Abituranwärterin, die im letztmöglichen Jahr Jugendkönigin wurde, musste dazu in Taucherausrüstung gekleidet einen Hindernisparcours durchlaufen und Wissensaufgeben lösen.
Damenkönigin Erika Nowak, Abteilungsleiterin der Bogenschützen beim MTV musste unter den strengen Augen einiger Liebesgöttinnen eine Prüfung ablegen um in den Kreis der Liebesgöttinnen aufgenommen zu werden. Zur Belohnung erhielt sie als weibliches Panaden zu Amor den „Goldenen Bogen mit Spezialpfeil“.
Dann ging es weiter zu Jungkönig Joachim Hein. Hier war Psychoanalytiker Sigmund Freud zu Gast. Er deutete die Träume des Jungkönigs, die von den anderen Jungschützen einprägsam nachgespielt wurden. Es ging um Poker, Frauen und Alkohol.
Den Abschluss machte der Umzug bei Altkönig Dirk Rulff. Der Installateurmeister war zu Gast bei Jean Pütz in dessen Show „Profithek“. Er trat den Beweis an, dass deutsche Handwerksmeister bessere Arbeit abliefern als der durchschnittliche Heimwerker. Dazu musste König Rulff einige Badezimmerobjekte reparieren, was aber – vorprogrammiert durch „gemeine“ filmreife Spezialeffekte – nicht immer gelingen sollte.
Schon am Freitagabend wurden die Würdenträger des Jahres 2011 beim feierlichen Kommers proklamiert. Gut 200 Gäste wollten sich das bei musikalischer Begleitung durch die Feuerwehrkapelle Wassel nicht entgehen lassen.
Bei den Jugendschützen belegten Felix Busche und Andreas Frontzek die Plätze zwei und drei Bei den Jungschützen schossen sich Sven Lässig auf den zweiten und Steffen Bartels auf den dritten Platz. Kathleen Busche wurde Zweite bei den Damenschützen. Felicitas Nussbaum erreichte Rang drei. Bei den Altschützen belegten Reinhard Busche den zweiten und Jürgen Schönfelder den dritten Rang.
Im Preisschießen der Damen gewann Ulrike Busche die Mettwurst. Frank Büttner hatte bei den Herren das Rennen um den Schinken gewonnen. Beim Gerhard Köhler Gedächtnis-Pokal, der unter den Jugendlichen ausgeschossen wird, konnte sich in diesem Jahr Hendrik Busche durchsetzen.
Als Besonderheit wurde in diesem Jahr die „Jubiläumsscheibe“ zum 100-jährigen Jubiläum der Schützenabteilung des MTV Wassel ausgeschossen. Hierzu hatte der Ortsrat vor dem Wettbewerb auf einen Fünfer- und einen Dreier-Spiegel geschossen. Die erreichte Ringzahl blieb bis zum Freitagabend geheim.
Die Wasseler SchützInnen hatten während der Schießtermine die Möglichkeit, sich ebenfalls auf einem Fünfer- und einem Dreier-Spiegel der Ringzahl des Ortsrates zu nähern - eine Art Schießlotterie. Fünf Schützen hatten genau die 71 Ring des Ortsrats geschossen. Einer von ihnen wurde am Freitagabend von Ortsbürgermeisterin Almuth Gellermann ausgelost. Das Glück des Tüchtigen hatte Sven Lässig.
Am Sonntag endete das Schützenfest nach dem großen Ausmarsch mit Gastvereinen mit einem feuchtfröhlichen Abschlussball.