Michael Meyen erhält Verdienstkreuz

Michael Meyen freut sich im heimischen Sehnde über die Anerkennung seiner Leistung. (Foto: Gabriele Gosewisch)
 
Bei der Verleihung im Regionshaus (von links): Carl Jürgen Lehrke, Bürgermeister der Stadt Sehnde, Michael Meyen, stellvertretende Regionspräsidentin Petra Rudszuck. (Foto: Claus Kirsch, Region Hannover)

Bundespräsident würdigt Leistung, Festakt im Regionshaus

SEHNDE (gg). In Anerkennung seiner besonderen Verdienste um das Allgemeinwohl hat der Sehnder Michael Meyen das Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland bekommen – eine Würdigung der Leistung von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier. Die Aushändigung erfolgte gestern im Regionshaus durch die stellvertretende Regionspräsidentin Petra Rudszuck.
Bekannt ist Michael Meyen in Sehnde als engagierter Ehrenamtlicher und Schriftführer im DRK-Ortsverein. Aber schon seit 45 Jahren ist im Deutschen Roten Kreuz im Bereich des Katastrophenschutzes tätig. Er begann im DRK-Ortsverein Gehrden im Jahr 1974 und hat von Beginn an als aktiver Helfer im Sanitätsdienst und im Katastrophenschutz der DRK-Bereitschaft mitgewirkt, dabei hat er zahlreiche Lehrgänge, insbesondere im Bereich der Führung absolviert. Im Jahr 1977 ist er zum Gruppenführer und im Jahr 1979 zum Zugführer ernannt worden. Seit 1980 übt er das Amt des Bereitschaftsführers aus. Im Jahr 1981 ist er zum Stellvertretenden Kreisbereitschaftsführer des DRK Kreisverbandes Hannover-Land/Springe bestellt worden und hat kurz darauf das Amt des Kreisbereitschaftsführers übernommen. Bei der Verschmelzung des Kreisverbandes mit drei weiteren Kreisverbänden zum DRK Region Hannover ist ihm im Jahr 2008 die Funktion des Regionsbereitschaftsleiters übertragen worden, die er bis heute ausübt. In dieser Eigenschaft ist er auch Mitglied des Präsidiums des DRK-Regionsverbandes. Zudem arbeitet er in mehreren Fachausschüssen und Arbeitskreisen auf Regions-, Landes- und Bundesverbandsebene mit und ist nach wie vor als aktiver Helfer tätig.
Im Jahr 1988 hat Michael Meyen die Schnelleinsatzgruppe (SEG) des damaligen Kreisverbandes und heutigen Regionsverbandes gegründet, um den Rettungsdienst bei Großschadenslagen kurzfristig zu verstärken. Dabei hat er sich intensiv in den Auf- und Ausbau der SEG eingebracht. Bereits 1989 und auch 2015 war Michael Meyen mit der SEG bei den umfangreichen Einsätzen zur Bewältigung der Flüchtlingskrise beteiligt. Auch waren sie bei zahlreichen Einsätzen wie beispielsweise dem Zugunglück in Eschede 1998 sowie den Flutkatastrophen 2002, 2006 und 2013 eingesetzt.
Ebenso wurde unter seiner Leitung in den achtziger Jahren eine Hundestaffel aufgebaut, insbesondere die Wassersuche der Hundestaffel war zu der Gründungszeit ein Novum in Deutschland und noch völlig unbekannt. Die Ausbildung dieser Formation erfolgte daher in den USA, wo die weltweit bekannteste Ausbilderin arbeitete. Im Laufe der Jahre wurde dieses Konzept von anderen Organisationen, insbesondere der Polizei, übernommen. Auch die Gründung der ersten Reiterstaffel im Roten Kreuz erfolgte unter der Leitung von Michael Meyen und war und ist Vorbild im Verband.
Darüber hinaus hat Michael Meyen an zahlreichen DRK-Auslandseinsätzen teilgenommen. So hat er sich in den 1990er-Jahren sehr in die Aufbauarbeit für das Rote Kreuz in Weißrussland eingebracht, die Auslandshilfe des damaligen DRK-Kreisverbandes in Minsk initiiert und bei den DRK-Hilfsprojekten in Bosnien und Rumänien federführend mitgewirkt. "Ich bin dankbar und auch stolz", sagt Michael Meyen zur Würdigung seiner ehrenamtlichen Arbeit. Möglich sei dies gewesen, weil sein früherer Arbeitgeber, die Allianz-Versicherung, die Freistellungen dafür reibungslos genehmigt habe, so sein ausdrücklicher Hinweis. Michael Meyen hatte bei der Allianz 25 Jahre lang die IT-Leitung inne, ist nun im Ruhestand.