Maifest für die ganze Familie auf Hof Falkenhagen

Ein Höhepunkt war das Hissen des Maikranzes.

DGB-Aufruf von Regine Höft zum Tag der Arbeit

VON DANA NOLL

SEHNDE. Unter dem Motto „Europa. Jetzt aber richtig!“ lud der Deutsche Gewerkschaftsbund landesweit zur diesjährigen Maikundgebung auf. Auch auf Hof Falkenhagen in Sehnde organisierte das DGB-Ortskartell in Zusammenarbeit mit der SPD Sehnde und den Samosfreunden zum dritten Mal ein buntes Familien-Maifest.
Gastgeber Jürgen Falkenhagen freute sich über die zahlreichen Besucher und erzählte, dass es mit den Samosfreunden auch nach 15 Jahren weitergeht. „Die nächsten Veranstaltungen sind schon geplant wie der Flohmarkt oder der Laternenumzug. Der Erlös aus dem heutigen Verkauf von Gegrilltem und Getränken wird in Sicherheitsschuhe für die Feuerwehr in Samos investiert. Wir fliegen gleich nach dem Flohmarkt im Juni wieder dorthin.“ Erstmalig wurde beim Catering auch auf Plastik verzichtet. Bratwürste wurden auf Öko-Teller serviert, es gab kompostierbare Trinkbecher und abwaschbares Besteck!
Nach der Eröffnung durch den Ortsbürgermeister Helmut Süß sprach Pastorin Damaris Frehrking das Friedensgebiet. „Zufriedenheit schafft Stabilität. Doch die Werte stehen immer mehr auf dem Prüfstand. Europa trägt eine große Verantwortung“, so die Pastorin. Sie verwies auf das spanische Dorf Pontevedra, „welches mit einer Vision und einer mutigen Idee etwas gewagt hat und deren Ergebnis erstaunliche Wirkung hat.“ „Dies ist auch ein Beispiel für das Motto Europa – jetzt aber richtig“, so Damaris Frehrking.
Regine Höft verlas den diesjährigen DGB Aufruf: „Frei reisen und arbeiten in Europa und auch wirtschaftlich profitiert Deutschland enorm von der Mitgliedschaft in der EU. Doch oft stehen die Interessen der Märkte vor den sozialen Belangen. Doch nur eine gemeinsame und solidarische Politik für ganz Europa bringt uns weiter.“ „Der DGB fordert deshalb, dem Bekenntnis, Europa sozialer zu machen, müssen nun auch Taten folgen“, so Höft.
Lars Niggemeyer vom DGB-Bezirk Hannover schloss sich mit seiner Festrede an: „Erste Maidemonstrationen finden seit 1890 statt. Damals wurde in der Industrie an sieben Tagen, zehn Stunden gearbeitet. Kinder gingen mit 8 Jahren in die Fabriken. Von den Löhnen konnte man kaum überleben. Heute haben viele 40 Stunden Woche, Löhne wachsen mit der Wirtschaftsleistung. Soziale Marktwirtschaft ist unser Erfolg! Das Resultat von Solidarität – gemeinsames Einstehen für die Interessen der arbeitenden Bevölkerung – dafür stehen Gewerkschaften damals und heute!“
Mit Unterstützung der Interessen Gemeinschaft Sehnde (IGS) wurde dann der Maikranz gehisst. Für musikalische Live-Unterhaltung sorgte der Shanty-Chor „Blaue Jungs“ aus Bolzum.