Leerstand der Geschäfte abwenden

Stadtverwaltung kündigt Maßnahmen an

Sehnde (r/gg). 345.000 Euro fließen von der Landes- in die Stadtkasse, damit die Stadtverwaltung Maßnahmen gegen den drohenden Leerstand der Geschäftsräume im Bereich Peiner- und Mittelstraße bezahlen kann. Ein entsprechender Förderbescheid ist jetzt eingetroffen, gebunden an „Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen zur Förderung von kurzfristigen Maßnahmen gegen die Pandemie-Folgen in Städten“. Im Zeitraum bis zum 31. März 2023 werden Einzelvorhaben in diesem Bereich gefördert. Die Vorhaben sollen zu 25 Prozent auch die EU-Klimaschutzziele unterstützen.
Hintergrund ist die politische Feststellung, dass die vornehmlich Inhaber geführten Läden in Sehnde von der Verstärkung des Online-Handels in der Pandemie besonders betroffen sind. Funktionsverlust stelle sich ein, die Geschäftsaufgabe drohe oder sei bereits erfolgt. Der Leerstand wirke sich negativ auf Attraktivität und Image der Kernstadt aus. Das bereitgestellte Budget soll dazu verwendet werden, Alleinstellungsmerkmale
für Sehnde herauszuarbeiten und einzelne Schlüsselmaßnahmen initial umzusetzen.
Das Sofortprogramm ,,Perspektive lnnenstadt!" ist Teil der Umsetzung der Verordnung (EU)
202012221 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 23. Dezember 2020 zur
Änderung der Verordnung (EU) Nr. 1303/2013 in Bezug auf zusätzliche Mittel und
Durchführungsbestimmungen zur Unterstützung der Krisenbewältigung im Zusammenhang mit der Pandemie und ihrer sozialen Folgen und der Vorbereitung einer grünen,
digitalen und stabilen Erholung der Wirtschaft (REACT-EU). Die Zuwendungen erfolgen aus
dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Die Stadtverwaltung wird entsprechende Maßnahmen ausarbeiten.