"Lebensweisen neu anpassen"

Wahrendorff-Geschäftsführer Matthias Wilkening, auf der Bierkiste stehend, stimmte beim Neujahrsempfang auf das neue Jahr ein. (Foto: Klinikum Wahrendorff)

Botschaft beim Wahrendorff-Neujahrsempfang

ILTEN (r/gg). 300 Gäste waren der Einladung der Geschäftsführung des Klinikum Wahrendorff zum Neujahrsempfang gefolgt. 70 von ihnen hatten die Chance genutzt und die vorbereiteten Kärtchen mit einem ganz persönlichen Stichwort zum diesjährigen Motto „Klimawandel 2.0“ gefüllt. Alle diese Stichworte berücksichtigte Geschäftsführer Matthias Wilkening in bewährter Weise bei seiner „etwas anderen Rede“ auf der Bierkiste. Spontan, humorvoll und nachhaltig wandelte er zum Thema Klima, Energie und Demokratie mit den Gästen gemeinsam durch seine Rede und das Programm. Das gab viel Impuls, um im Anschluss zusammen auf das neue Jahr anzustoßen sowie das persönliche Gespräch und den Gedankenaustausch untereinander zu pflegen. Matthias Wilkening machte in seiner Rede engagiert und eindrucksvoll deutlich, dass jeder Einzelne seine Lebensweise anpassen müsse und sich als Teil des großen Ganzen sehen sollte. „Nutzen wir gemeinsam unser Gehirn und unseren Verstand und denken wir nach, was wir tun können - heute! Und nicht, was der Nachbar morgen machen sollte.“ Matthias Wilkening nutzte die Stichworte auch für ein leidenschaftliches Plädoyer für die Kunst. Denn die Kunst spiele im Klinikum Wahrendorff eine große Rolle. Seine Aufzählung: Auf dem Außengelände des Klinikums als auch im Inneren der Gebäude finden sich immer wieder farbenfrohe Akzente. Das Klinikum Wahrendorff ist nicht nur ein psychiatrisches Krankenhaus, sondern ein wenig auch Galerie und Kunstmuseum. Eine riesige Lichtblume heißt die Gäste vor der Klinik in Ilten willkommen und Lichtinstallationen lassen Treppenhäuser zu besonderen Kunstorten werden. Die Kunst sieht nicht nur wunderschön aus und bereitet Freude, sondern sie bietet auch einen unkomplizierten Einstieg, in das Gespräch zu kommen und in den Köpfen der Menschen die Mauern der Psychiatrie zu schleifen. Kunst ist aber im Klinikum Wahrendorff auch Therapie. Patienten und Bewohner drücken sich zum Beispiel statt in Worten in fantasievollen Bildern aus. „Kunst und Musik sprengen Rahmen“, ist Matthias Wilkening überzeugt, „Künste können unsere Wahrnehmung schärfen. Es geht darum dahinter zu kommen, was ein Künstler mit seinen Mitteln ausdrücken möchte. Und letztlich kann die Harmonie der Musik unsere Herzen wärmen.“ Das „Von der Osten Trio“ begleitete mit flotten Jazz-Rhythmen und das Team der Dorffküche verwöhnte mit kulinarischen Spezialitäten.