„Klimaschutz ist nicht Verzicht, sondern Gewinn“

Matthias Miersch und Frauke Lehrke vor dem zukünftigen Klimazentrum an der Boltessemstraße. (Foto: Gabriele Gosewisch)

Besuch aus dem Bundestag, Matthias Miersch zu Gast im Klimazentrum

Bolzum (gg). Rückenwind gab es für das just aus der Taufe gehobene Klimazentrum beim Besuch des SPD-Bundestagsabgeordneten Matthias Miersch, der in seinem Wahlkreis auf Sommertour unterwegs war. Gemeinsam mit Sehndes Bürgermeister Olaf Kruse schaute er sich in dem Haus an der Boltessemstraße 2 um, das derzeit saniert wird, zukünftig aber den Bürgern für Gemeinschaftsaktionen im Zeichen des Klimaschutzes zur Verfügung stehen soll. Frauke Lehrke, Projektleiterin „Gut Klima“ und Leiterin des Dorfladens, zeigte das Erreichte und die nächsten Ziele auf. Dem Konzept nach entwickeln Bolzumer Bürger klimafreundliche Maßnahmen und dienen anderen als Vorbild. „Das ist in vielfältiger Weise bereits gelungen. Der Dorfgarten, das Reparatur-Café und vieles mehr“, sagt Frauke Lehrke. Sie ist zuversichtlich, das mit dem zukünftigen Klimazentrum, dem Haus für die Dorfgemeinschaft, die Verstetigung des Engagements möglich ist.
Sie Stadtverwaltung hat die Liegenschaft für 174.000 Euro erworben. Die Einrichtung eines Seminarraumes für die Dorfhochschule, Ausstellungen zum Thema Klimaschutz im Alltag bis hin zum Standort der geplanten Elektrodrehscheibe, Klimakisten für Kindergärten oder ein offenen Bücherschrank sollen darin zu finden sein. Nachhaltige Lebensstile sollen gefördert und lokale Kreisläufe genutzt werden, wobei alle Bevölkerungsgruppen einbezogen sein sollen.
Matthias Miersch machte der Ausblick auf das, was in Bolzum entsteht, sichtlich Freude: "Ich bin begeistert. So kann man die verschiedensten Facetten des Dorflebens darstellen und sie gleichzeitig klimaneutral präsentieren. Hier wird nach dem Agenda-Motto gehandelt 'Global denken, lokal handeln', das sich durch mein politisches Handeln zieht. Frauke Lehrke hat mit der Dorfladen-Initiative seinerzeit bereits den Weg zu einer guten Dorfgemeinschaft bereitet. Diese neuen Projekte sind die logische Weiterentwicklung, und sie werden Strahlkraft in andere Orte haben. Da bin ich sicher."
Die angestrebte Vorbildfunktion des Klimazentrums ist schon vor der Eröffnung verankert mit einer klimafreundlichen Musterrenovierung. Der Brunnen im Innenbereich und die rund 900 Quadratmeter Gartenfläche sollen bei der Nutzung besondere Akzente setzen. Bis zur Eröffnung ist allerdings noch viel zu tun, der gesamte Sanierungsbedarf ist immens. Matthias Miersch macht Mut: „Es sind tolle Dinge, die eine Dorfgemeinschaft stemmen kann.“ Frauke Lehrke bestätigt: „Die lokale Gemeinschaft ist entscheidend. Und dann bedeutet Klimaschutz nicht Verzicht, sondern Gewinn.“